MKb42(H)-Modell: Vermessung

Es geht weiter mit dem Projekt.

Nachdem der DHL-Mann das Paket mit dem AGM Stgw.44 geliefert hatte, habe ich mich zügig daran gemacht, den Griffkasten zur Vermessung zu demontieren.

Was dabei sehr deutlich geworden ist, ist die Tatsache, dass der Griff an sich beim Stgw. 44 insgesamt weiter hinten positioniert ist als dies beim MKb42(H) der Fall ist. D.h. nun geht es darum zu schauen, wie ich konstruktiv die Einbaumaße des Stgw44 auf den Griffkasten des MKb42(H) übertragen kann, ohne dabei zu große Kompromisse machen zu müssen.

 

Aber zunächst habe ich, wie geschrieben, den Griffkasten des AGM-Modells aussen vermessen und in einer Skizze festgehalten, hier einige Bilder dazu:

 

Teilzerlegte AGM

Teilzerlegte AGM

AGM-Griffkasten aus der Nähe

AGM-Griffkasten aus der Nähe

Griffkasten geöffnet - bei der AGM ist diese Baugruppe aus Zinkdruckguß hergestellt.

Griffkasten geöffnet – bei der AGM ist diese Baugruppe aus Zinkdruckguß hergestellt.

Vermessung des Griffkastens des AGM Stgw. 44

Vermessung des Griffkastens des AGM Stgw. 44

So, nun gehe ich mal an den Rechner und werde das CAD-Modell überarbeiten.

Horrido und stay tuned…

 

 

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MKb42(H)-Modell: Es geht los…

Zunächst stand ich vor der Frage, welche Teile ich nun tatsächlich neu anfertigen muss und welche Änderung an bestehenden Teilen ausreichen. Auf diesen beiden Bildern kann man sich selbst einmal die Unterschiede ansehen: Stgw 44, MKb42(H) .

Im ersten Schritt habe ich daher zunächst  die beiden Gewehr-Typen miteinander auf Fotos/Zeichnungen, die ich in Büchern, Zeitschriften und im Netz finden konnte, genauer verglichen. Das Ergebnis: die rot eingekreisten Bauteile werde ich komplett herstellen. Die in grün eingekreisten Stellen werde ich an den Bauteilen des AGM Softair Stgw. 44  direkt abändern.

Dieses Bild zeigt es  übersichtlich auf:

Explosionszeichnung der seltenen Shoei-MKb42(H)-Modellwaffe

Explosionszeichnung der seltenen Shoei-MKb42(H)-Modellwaffe

Der deutlichste Unterschied, den auch der ungeübte Betrachter gleich feststellt, ist in dem längeren Rohr der Gasabnahme oberhalb des Laufes  und natürlich am Griffkasten, der eine abgerundete Griffvorderseite und keine Verstärkungssicken aufweist, zu erkennen.

Nachdem ich nun also in etwa festgestellt habe, wo Arbeit zu investieren ist, bestellte ich mir eine AGM-Softair bei einem Händler – denn dann kann ich auch praktisch anfangen.

Bis das Modell geliefert wird, überbrückte ich die Zeit und begann schon einmal mit ersten Konstruktionsarbeiten.

Als Konstruktionsvorlage dienten mir unterschiedliche Seitenansichten, die ich im Rahmen meiner Recherchen aufgetrieben hatte. Glücklicherweise waren einige Fotos seinerzeit auch mit entsprechenden Längen-Refenzen aufgenommen worden. Das erleichterte es mir, diese Bilder als Skizzenvorlagen für die Arbeit in Solidworks zu nutzen, um 3D-Modelle zu erstellen. Zudem nutze ich immer wieder die überlieferten Konstruktionszeichnungen des Stgw. 44, um mich in Punkto Materialstärken und weiterer Konstruktionsdetails leiten zu lassen.

Ein erstes Resultat ist der entworfene Griffkasten des Maschinenkarabiners 42 (H), den ich hier mal in unterschiedlichen Blickwinkeln zeige. Ich habe beim Entwurf darauf geachtet, zunächst die gleichen Einzelteile wie beim Original zu entwerfen. Es fehlt noch ein Metallröhrchen für das Befestigungsscharnier…

Griffkasten: Einzelteile der Baugruppe

Griffkasten: Einzelteile der Baugruppe

Griffkasten: Seitenansicht. Alle entworfenen Bauteile sind als Blechteile, wie beim Original, angelegt.

Griffkasten: Seitenansicht. Alle entworfenen Bauteile sind als Blechteile, wie beim Original, angelegt.

Griffkasten: Blick von oben

Griffkasten: Blick von oben

Griffkasten: von links gesehen

Griffkasten: von links gesehen

Soweit war es das für heute.

Horrido und Stay tuned..

P.S.: DHL war heute da…Morgen fange ich dann mal mit dem Ausmessen an der AGM an.

Neues Projekt: MKb 42(H)-Modell im Maßstab 1:1

Diesen Blog beginne ich mit meinem neuen Bastelkammer-Projekt, welches ich hier gerne vorstellen möchte. Ursprünglich sah mein Vorhaben in der ersten Planungsphase ziemlich überschaubar aus, entpuppt sich aber mittlerweile als doch etwas umfangreicher.

Um was geht es?

Als Modellbauer, der sich bisher mehr mechanisch-/elektronischen Projekten gewidmet hat, reizt es mich schon lange, nicht nur Dinge im kleinen Maßstab (1:35, 1:16 oder 1:6) zu bauen oder zu modifizieren, sondern auch mal etwas in seiner Originalgröße nachzuempfinden. Bisher waren es Kettenfahrzeuge, Flugzeuge, Drohnen und eine CNC-Fräse, die auf der Werkbank lagen. Nun sollte es einfach mal etwas sein, was größer war – aber ein Fahrzeug oder dgl. schied bei meinen Überlegungen aus. Denn im Januar streifte mein suchender Blick durch Zufall ein lange nicht mehr durchstöbertes Werk im Bücherregal – The German Assault Rifle 1935-1945. Neugierig blätterte ich einen Abend lang im Buch, dabei reifte die Idee zum neuen Bastelkammer-Projekt: Warum nicht mal eine historisch bedeutende Handfeuerwaffe als (Anschein)-Modell, international auch als Modelgun bekannt im Maßstab 1:1 bauen. Nach etwas Recherche im Netz wollte ich zunächst kleine Brötchen backen und es langsam angehen lassen – vom kompletten Selbstbau verabschiedete ich mich fürs Erste und entschied mich für einen (Um)bau auf Grundlage eines bereits existierenden Modells.

Konkret: Ich habe nun vor, mit Hobbybordmitteln der Modellbauwerkstatt den Airsoft-Nachbau des legendären Sturmgewehrs 44 (Stgw. 44) vom chinesischen Hersteller AGM  in das Vorgängermodell, den  Maschinenkarabiner MKb42(H) als 1:1-Modell zu verwandeln.MKb42(H)

Hier eine Aufnahme eines der noch wenigen existierenden MKb42(H)-Originale.

Nur um möglich Einwände in Bezug auf Handfeuerwaffen gleich zu behandeln: Da wir in der Bundesrepublik leben, und hier alles in Bezug auf Waffen und damit auch sog. Anschein-Waffen genauestens vom Gesetzgeber geregelt ist, baue ich selbstverständlich ein nicht-schussfähiges 1:1-Modell. D.h. eine Schussfunktion (ob nun echt, Salut, Softair oder PFC) wird es im Modell nicht geben – nur falls es hierzu Fragen oder Anmerkungen geben sollte. Es geht einzig um den Anschein!

Neben dem Aspekt der möglichst vorbildgetreuen Nachbildung geht es mir bei diesem Vorhaben auch darum, bisher noch nie oder wenig genutzte Fertigungsverfahren zu erkunden und dabei (besser) kennen zu lernen. Insbesondere die Urmodell-Erstellung (3D-Druck, CNC-Fräsen), den DIY-Aluminium-Guss und das Punktschweißen möchte ich ausprobieren.

Horrido und stay tuned