3D-Drucker: Die Suche nach der richtigen Einstellung

Der Prusa i3 hat nun schon einige Stunden auf dem Buckel. Die Drucke habe ich bisher mehr oder weniger in der ursprünglich eingestellten Konfiguration in Cura gemacht. Doch so langsam sind meine Ansprüche insb. an die Oberflächengüte gestiegen.

Die doch recht wulstig aussehenden Seitenflächen der Druckteile lassen die einzelnen Layer sehr deutlich hervorstechen – was bei einer Layer-Dicke von 0,2mm auch nicht wirklich verwundert.

Um mich nun an die besseren Einstellungen in Cura heranzutasten, habe ich in den vergangen Tagen Testdrucke eines Testkörpers (20x20x10mm) gemacht und dabei jedes mal mit den Einstellungen einzelner Parameter gespielt.

Sechs Testausdrucke nebeneinander. Ganz links sind die angeschmolzenen Kanten zu erkennen. Ursache dafür ist vermutlich ein zu warmes Heizbett gewesen. Die Schicktdicken/Rillen sind von links nach rechts weniger stark ausgeprägt (Der ganz linke Ausdruck ist hier eine Ausnahme - die 0.1mm-Layer sind fast nicht zu erkennen - da mit einer Layerhöhe von 0.05mm gedruckt wurde.).

Sechs Testausdrucke nebeneinander. Ganz links sind die angeschmolzenen Kanten zu erkennen. Ursache dafür ist vermutlich ein zu warmes Heizbett gewesen. Die Schichtdicken/Rillen sind von links nach rechts weniger stark ausgeprägt (Der ganz linke Ausdruck ist hier eine Ausnahme – die 0.1mm-Layer sind fast nicht zu erkennen – da mit einer Layerhöhe von 0.05mm gedruckt wurde.).

Insbesondere die Parameter Layerstärke, Druckgeschwindigkeit und Temperatur hatte ich zunächst im Fokus.

Eines vorab: Die sechs durchgeführten Testdrucke haben unterschiedliche Ergebnisse gezeigt, die jedoch nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Oberflächengüte führten. Erst die Veränderung der festgeschriebenen Wandungsstärke hat nun die erhoffte Verbesserung gebracht.

Jeder Testdruck wird mit den Einstellwerten und den Abmessungen und der Sichtprüfung im Protokoll festgehalten.

Jeder Testdruck wird mit den Einstellwerten und den Abmessungen und der Sichtprüfung im Protokoll festgehalten.

 

Was habe ich genau gemacht bzw. verändert?

In den ersten Drucken habe ich zunächst die Layerstärke von 0,2mm auf 0,1mm verringert und zusätzlich die Druckgeschwindigkeit von 50mm/s auf 20mm/s für die inneren und äußeren Wände und für den Infill auf 30mm/s reduziert. Es zeigte sich kaum eine Verbesserung in der Oberflächengüte, die Rillen waren einfach nur weniger, die Überlappungen jedoch noch vorhanden. Während der Drucke stellte ich fest, dass die Druckbett-Temperatur zumindest bei einem Druckteil zu unschönen Schmelzungserscheinungen führte. Daraufhin habe ich die Temperatur des Druckbetts von 60°C auf 55°C reduziert. Seit dem ist ein solcher Fehler nicht mehr aufgetreten.

Im Verlauf der Testdruckserie habe ich dann das Filament mittels einer Messschraube nachgemessen – das tatsächliche Maß von 1,75mm Durchmesser konnte ich nicht einmal messen. Diverse Messungen ergaben Maße von 1,74 bis 1,80mm. Daher stellte ich in Cura den Filament-Durchmesser von 1,75mm auf 1,8mm, in der Hoffnung, dass nun weniger Material während des Drucks aufgetragen wird und sich somit die Rillenbildung an den Seitenflächen verringern würde. Doch leider war das Ergebnis nur mäßig befriedigend.

 

Erst als ich die Einstellung für die zu druckende Wandungsstärke vom eingestellten Wert 1mm auf 0,9mm reduzierte, wurde die Oberflächengüte erheblich besser. Woran lag das?

Ich verwende im Prusa ein Hotend mit einem Düsendurchmesser von 0,3mm. D.h. das Programm fährt zur Erreichung einer eingestellten Wandungsstärke von 1mm viermal parallele Bahnen, diese sind dann aber nicht 1mm breit, sondern 1,2mm, da der Drucker mit drei Bahnen die eingestellte Wandungsdicke nicht erreichen kann.

Daher sollte die Wandungsstärke immer ein Vielfaches des Düsendurchmesser haben – diese grundlegende Einstellungsvorgabe hatte ich bisher völlig übersehen…

Die Aussenseite des links zu sehenden Ausdrucks sind wesentlich ebener als der rechte Ausdruck - die Layerstärke ist beiden Fällen 0.1mm. Ursache dafür ist die in Cura veränderte Wandungsstärke.

Die Aussenseite des links zu sehenden Ausdrucks sind wesentlich ebener als der rechte Ausdruck – die Layerstärke ist beiden Fällen 0.1mm. Ursache dafür ist die in Cura veränderte Wandungsstärke.

 

Soweit aus der Bastelkammer.

Horrido und stay tuned….

 

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