3D-Druck: Post processing der Oberfläche – ganz handwerklich…

Nun habe ich Cura soweit konfiguriert, dass ich mit Blick auf die Oberflächenqualität recht passable Ergebnisse erziele – bei einer Layerhöhe von 0,1mm. Die Qualität bei geringeren Layerhöhen habe ich bisher noch nicht getestet, aber Versuche mit 0,05mm Layern werde ich nun bald angehen.

Ich wollte wissen, ob ich mit der 0,1mm-Layerhöhe auch schon praktisch arbeiten kann – z.B. für die Herstellung von Urmodellen oder für die Verwendung als direkt zu verwendendes Zier-Bauteil. In beiden Fällen möchte ich natürlich nicht, dass die riffelige Oberfläche den Anschein trübt.

Um die Oberfläche der PLA-Druckteile im Nachhinein zu verbessern bieten sich aus meiner Sicht zwei Wege an:

  1. Die Flächen abschleifen, bis die Rillen weg sind
  2. Die Rillenzwischenräume mit Spritzspachtel/Füller auffüllen und dann anschließen mit Schleifpapier ein glatte Oberfläche erzeugen

 

In diesem Beitrag möchte ich die 2. Variante vorstellen.

Als Füller habe ich einfachen Acryl-Sprüh-Füller aus dem Baumarkt verwendet. Vor der Beschichtung des Ausdrucks habe ich das Druckobjekt, das maßstäbliche Abbild einer Brennkammer der V2-Raktete in 1:35, zunächst mit einem Bastelmesser und einer Schlüsselfeile von den Stützstrukturen befreit, entgratet und mit einem trockenen Pinsel gereinigt.

Konstruktion der V2-Brennkammer auf Grundlage der original Konstruktionspläne

Konstruktion der V2-Brennkammer auf Grundlage der original Konstruktionspläne

Konstruiertes 3D-Modell der V2-Brennkammer

Konstruiertes 3D-Modell der V2-Brennkammer

V2-Brennkammer-Modell: Druck des Modells, aussen ist die zylindrische Stützstruktur gut zu erkennen.

V2-Brennkammer-Modell: Druck des Modells, aussen ist die zylindrische Stützstruktur gut zu erkennen.

V2-Brennkammer-Modell: Nahaufnahme des 1:35-Modells nach dem Entstützen und vor dem Füllern.

V2-Brennkammer-Modell: Nahaufnahme des 1:35-Modells nach dem Entstützen und vor dem Füllern.

Im nächsten Step sprühte ich aus ca. 20 cm Entfernung den Spritzspachtel in insgesamt 5 Schichten gleichmäßig auf das Druckobjekt – die Rillen verschwanden nahezu.

Verwendeter Acryl-Spritz-Spachtel bzw. Füller (links) neben dem ausgedruckten V2-Brennkammer-Modell (1:35)

Verwendeter Acryl-Spritz-Spachtel bzw. Füller (links) neben dem ausgedruckten V2-Brennkammer-Modell (1:35)

V2-Brennkammer-Modell: Füller in fünf Schichten - nass-in-nass aufgetragen.

V2-Brennkammer-Modell: Füller in fünf Schichten – nass-in-nass aufgetragen.

Nach einer ausreichenden Durchhärtungszeit, ich habe einen Tag gewartet, schliff ich zunächst mit 180er- und dann mit 400er-Körnung die Oberfläche ab. Anschließen lackierte ich die Oberfläche schwarz, um ggf. Fehler besser erkennen zu können – das Ergebnis ist passabel:

 

V2-Brennkammer-Modell: verschliffen nach dem füllern.

V2-Brennkammer-Modell: verschliffen nach dem füllern.

V2-Brennkammer-Modell lackiert.

V2-Brennkammer-Modell lackiert.

 

Ich werde nun noch ein Ausdruck machen, bei dem die Seitenflächen nicht gewölbt sind, um zum prüfen, ob die Flächen mit der eingestellten Layerhöhe eine bessere Oberflächengüte zeigen und um damit dann einen weiteren Spritzspachtelversuch zu machen, bei dem dann überhaupt keine Rillen mehr zu erkennen sind.

Also, die Versuche gehen weiter.

 

Horrido und stay tuned.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s