Sat-Antenne: 70cm Lindenblad-Antenne

Die 70cm-Para-Lindenblad-Antenne - es fehlt noch die Verkabelung.

Die 70cm-Para-Lindenblad-Antenne – lediglich die Verkabelung fehlt noch.

Montiert: Die Para-Lindenblad für 70cm ist oberhalb der 2m-Lindenblad angebracht.

Nachdem ich eine Lindenblad-Antenne für das 2 Meter-Band gebaut hatte, wollte ich auch eine Lindenblad für das 70cm-Band.

Bei meinen Recherchen im Netz bin ich auf diese Bauanleitung von Anthony Monteiro (AA2TX) gestoßen.  Bei der Antenne handelt es sich um einen vertikalen Dipol, um den herum vier parasitär wirkende Elemente kreisförmig angeordnet sind.

Entgegen der Bauanleitung wollte ich vorhandenes Material verwenden und auf den Kauf von weiterem Material verzichten.

Für den Dipol kommt Alu-Rohr (20×1) und für die Element-Haltearme Kabelkanal-Rohr (16×1) zum Einsatz. Endkappen, Kreuzhalter und die Haltevorrichtung für einen Mast sind PLA-Druckteile.

In einer ersten Vorkonstruktion entstand dieses Version:

CAD-Modell der Konstruktion. Hier ist noch die erste Version der Kreuzhalterung zu sehen - diese ist noch zylindrisch ausgelegt. Um Material und Druckzeit zu sparen, habe ich das zentrale Bauteil überarbeitet.

CAD-Modell der Konstruktion. Hier ist noch die erste Version der Kreuzhalterung zu sehen – diese ist noch zylindrisch ausgelegt. Um Material und Druckzeit zu sparen, habe ich das zentrale Bauteil überarbeitet.

Im Slicing habe ich dann festgestellt, dass der Kreuzhalter einfach überdimensioniert ist und zudem auch noch mit 10h Druckzeit einfach zu wuchtig ist. Daher habe eine zweite Version konstruiert, die im Vergleich wesentlich schlanker daher kommt und 40% weniger Druckzeit benötigt – der neue Kreuzhalter sieht so aus:

Re-Design: Der neue Kreuzhalter.

Re-Design: Der neue Kreuzhalter.

Nach dem Druck und dem Zuschnitt der Einzelteile machte ich mich an die Montage – zum verkleben der Teile nutze ich Uhu allplast bzw. Schrauben.

Hier ein Blick der Entstehung der Antenne in der Bastelkammer:

Gedrucktes Kreuzteil - Material ist PLA, Layerhöhe 0,2mm.

Gedrucktes Kreuzteil – Material ist PLA, Layerhöhe 0,2mm.

Die mechanischen Bauteile: Druckteile, Dipol-Alu-Rohre und Kabelkanal-Stücke.

Die mechanischen Bauteile: Druckteile, Dipol-Alu-Rohre und Kabelkanal-Stücke.

Der Dipol besteht aus zwei Stücken Alu-Rohr (20x1). In der Mitte ist das Distanzstück zu sehen. Noch ist der Dipol nicht endmontiert.

Der Dipol besteht aus zwei Stücken Alu-Rohr (20×1). In der Mitte ist das Distanzstück zu sehen. Noch ist der Dipol nicht endmontiert.

Blick hinein: Der Dipol ist gut zu erkennen.

Blick hinein: Der Dipol ist gut zu erkennen.

Die Parasitären-Elemente vor der Montage - die Stäbe sind aus 4mm Vollalu.

Die Parasitären-Elemente vor der Montage – die Stäbe sind aus 4mm Vollalu.

Die Druckteile sind mittels UHU allplast verklebt.

Die Druckteile sind mittels UHU allplast verklebt.

In die beiden Dipol-Elemente werden nach dem Verkleben des Distanzstückes Befestigungsbohrungen (Durchm. 1,8mm) für die Blechschrauben an der Standbohrmaschine abgebohrt.

In die beiden Dipol-Elemente werden nach dem Verkleben des Distanzstückes Befestigungsbohrungen (Durchm. 1,8mm) für die Blechschrauben an der Standbohrmaschine abgebohrt.

Leitpaste wird vor der Montage des Koaxkabels in die Bohrungen gespritzt.

Leitpaste wird vor der Montage des Koaxkabels in die Bohrungen gespritzt.

Zur Montage des Koaxkabels sind entsprechende Lötfahnen verlötet.

Zur Montage des Koaxkabels sind entsprechende Lötösen verlötet.

Koaxkabel wird mittels Blechschrauben an den Dipol montiert.

Koaxkabel wird mittels Blechschrauben an den Dipol montiert.

Notwendig: Messmittel - Messschieber und Winkelmesser.

Notwendig: Messmittel – Messschieber und Winkelmesser.

Ausrichten der parasitären Elemente - 30°-Winkel.

Ausrichten der parasitären Elemente – 30°-Winkel.

Probeaufbau der 70cm-Lindenblad-Antenne. Es fehlen noch die Ferrite-Kerne und die Buchse am Koaxkabel.

Probeaufbau der 70cm-Lindenblad-Antenne. Es fehlen noch die Ferrite-Kerne und die Buchse am Koaxkabel.

Für Nachbauer hier die Material-Liste:

  • 4 Stück Kabelkanal-Rohr 16×1, Länge 95,25mm
  • 4 Stück Alu-Rundmaterial 4mm, Länge 298,45mm
  • 2 Stück Alu-Rohr (20×1), Länge 154mm
  • Druckteile: Dipolverbinder, Dipol-Endkappe, Dipolfuß, Kreuzhalter, Parasitoren-Befestigungen (Teileparameter: 0,2mm Layerhöhe, 20% Infill, 2,4mm Wandungsstärke)
  • 2 Stück M3x30 Schrauben und M3-Muttern
  • 2 Stück Blechschrauben 2,9×6,5 (DIN 7981)
  • RG58 Koaxialkabel
  • BNC-Buchse
  • 2 Stück Lötösen – passend für Blechschrauben
  • 1 Stück Kabelbinder
  • 2 Stück Ferrite-Ringkerne (Conrad, Best# 1086858-62)
  • Uhu allplast

Die Druckdaten habe ich wieder bei thingiverse zum download eingestellt, sie sind hier zu finden.

Update:

Ich habe für den Anschluss des Koaxkabels eine Befestigung für die BNC-Buchse entworfen, gedruckt und anschließend die Antenne final montiert…

BNC-Halterung: Deckel und die Halterung, in der schon die BNC-Buchse montiert ist.

BNC-Halterung: Deckel und die Halterung, in der schon die BNC-Buchse montiert ist.

BNC-Halterung in montierter Form.

BNC-Halterung in montierter Form.

Innenansicht der BNC-Buchsenhalterung - hier ist die Verbindung zum RG58-Koax zu erkennen.

Innenansicht der BNC-Buchsenhalterung – hier ist die Verbindung zum RG58-Koax zu erkennen.

Seitenansicht der BNC-Buchsen-Halterung.

Seitenansicht der BNC-Buchsen-Halterung.

Vorderansicht der BNC-Halterung. Gut zu erkennen sind die zwei Ferrite-Kerne, um die Mantelwellen zu dämpfen.

Vorderansicht der BNC-Halterung. Gut zu erkennen sind die zwei Ferrite-Kerne, um die Mantelwellen zu dämpfen.

Montiert: Die Para-Lindenblad für 70cm ist oberhalb der 2m-Lindenblad angebracht.

Montiert: Die Para-Lindenblad für 70cm ist oberhalb der 2m-Lindenblad angebracht.

Die Druckdaten für die BNC-Halterung habe ich ebenfalls bei thingiverse hinzugefügt.

Viel Spaß beim Nachbau!

Horrido und stay tuned.

 

 

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2 Gedanken zu “Sat-Antenne: 70cm Lindenblad-Antenne

  1. Hallo. Ich las grad sehr interessiert Ihre Anleitung für den Bau dieser 70 cm Antenne. Darüber hinaus warf ich auch einen Blick in die Bauanleitung bei AmSat. Wie ich sah ist sie auf 436 MHz ausgelegt. Nun bin ich kein Amateurfunker und habe da eine Frage. Könnte ich den Bau so genau ausführen und die Antenne für 434 MHz nutzen oder müssten die Elemente für die Frequenz angepasst werden?
    Mir geht es darum Signale von High Altitude Balloons auf der Frequenz 434 MHz zu empfangen
    Sollte die kleine Abweichung zu vernachlässigen sein werde ich die Antenne so bauen. Wenn es jedoch besser wäre die Elemente anzupassen wollte ich fragen, wie sähen dann die nötigen Längen für den Dipol (Aluhülsen), die Ausleger (Plastikrohre) und die Aludrähte in Ihrer Antenne aus?

    Dank vorab für jeden Tipp und jede Hilfe.

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