DISPLAY-MODELL: DIE ORDONANCE RAKETE PIKE VON RAYTHEON, TEIL 3

Es geht langsam weiter mit der Pike. Die Gewindeeinsätze sind angekommen. Die vier Stabilisatoren-Flügel habe ich nun noch einmal aus Resin gedruckt – das Ergebnis ist deutlich überzeugender als die FDM-Druckteile. Mit dem Spachteln, Schleifen und Füllern der Einzelteile habe ich schon begonnen.

Hier mal einige Bilder zum Baufortschritt:

M2-Gewindeinsätze warten auf ihren neuen Platz.

Zum Einsetzen der Messing-Gewindeeinsätze ist eine Pinzette hilfreich.

Bei PLA habe ich den Lötkolben auf 185 ° Celsius eingestellt.

Mit einem Lötkolben werden die Gewindeeinsätze aus Messing auf Temperatur gebracht und dann vorsichtig in das Druckteil eingepresst.

Auch in dem Verdingen sind die Gewindeeinsätze zu finden.

Eingesetzt: M2- Gewindeeinsätze sind unter Wärme in die PLA-Druckteile eingepresst.

Frisch aus dem DLP-Drucker: Zwei Stabilisatoren-Flügel.

Der Stabilisator-Flügel ist jetzt auch aus Resin gedruckt. Hier Monocure Rapid Grey.

Nach dem Entfernen der Stützstrukturen müssen die verbliebenen Unebenheiten abgeschliffen werden.

Die gedruckten Einzelteile der Pike werden gespachtelt und anschließend verschliffen und gefüllert.

Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 des Bauberichts.

 

Horrido und stay tuned…

DISPLAY-MODELL: DIE ORDONANCE RAKETE PIKE VON RAYTHEON, Teil 2

Die Modell-Pike ist probehalber teilmontiert.

Ich bin mittlerweile mit der Herstellung aller Druckteile für die Pike fertig geworden.

Doch es war ein Weg mit Hindernissen. Die Druckdüse meines FDM-Druckers war zeitweise verdreckt – das führte zu unsauberen Ausdrucken mit deutlichen Anzeichen von underextrusion.

Besonders schwierig zu drucken sind die gekrümmten Stabilisatoren-Flügel. Die FDM-Teile machen nur einen mittelmäßigen Eindruck – daher hatte ich einen Druck im Wanhao D7 als Resinteil angestoßen – doch leider war die Modellausrichtung und die verwendete Stützstruktur ungenügend – das Bauteil verformte sich an der Flügelwurzel.

Die Seeker-Linse im Kopfteil der Pike ist hingegen gelungen – wenn auch in Orange statt durchsichtig, da ich kein klares Resin habe.

Hier mal einige Bilder von der Werkbank:

Das Motorgehäuse entsteht im FDM-Druck.

 

Drei stromlinienförmige Lenkflügel sind im Wanhao D7 mit Wanhoa Orange Resin und einer Lagerhöhe von 35 Micron entstanden.

 

Die aus Resin gedruckten Lenkflügel werden unter UV-Licht nachgehärtet.

 

Gedruckte Düse im Motorgehäuse der Pike eingesetzt.

 

Das hemisphärisch geformte Kopfteil der Pike ist fertig gedruckt.

 

Die hemisphärische Seeker-Linse des Kopfteils ist aus Wanhao Orange-Resin entstanden, da ich kein klares Resin habe.

 

Die gedruckte Linse passt gut in des Kopfteil.

 

Die ersten FDM-Drucke der Stabilisatorenflügel sehen nicht so toll aus.

 

Nach der Hotend-Reinigung habe ich die Stabilisatoren-Flügel noch einmal gedruckt. Die Drucke sind besser geworden. Der linke Flügel ist probehalber angeschliffen.

 

Der Druck des gewölbt- stromlinienförmigen Stablisatorenflügels ist in der vorgenommenen Bauteilausrichtung nicht gelungen. Die Flügelwurzel hat sich während des Drucks von der Stützstruktur abgelöst und verformt…;-(

 

Alle Teile für die Modell-Pike sind fertig gedruckt und warten nun auf die Nacharbeit.

Nun habe ich noch einmal einen DLP-Druck des Stabilisator-Flügels gestartet – mit modifizierter Modellausrichtung und verstärkter Stützstruktur. Mal sehen, was das wird.

Soweit für heute.

Hier geht es zum 1. Teil des Pike-Projekts…

Horrido und stay tuned.

 

 

Display-Modell: Die Ordonance Rakete Pike von Raytheon

 

 

Bei Recherchen zum Thema Ordonance bin ich im Netz vor einiger Zeit bei einer Laser-gesteuerten 40mm Rakete der Firma Raytheon hängen geblieben. Das Interessante ist, dass die Rakete mit dem Namen Pike von kleinen 40mm-Handwerfern aus abgeschossen wird und sich seine Flugbahn durch ein Laserzielvisier verändern lässt. Diese kleine Rakete – sie ist etwas über 400mm lang, verfügt dazu über klappbare Stabilisatoren-Flügel am Heck sowie zur Flugbahn-Veränderung über ausschwenkbare Lenkflügel im vorderen Drittel. Am Kopf ist die Rakete mit einem Laser-Folge-System ausgestattet, welches hinter einer Linse verborgen ist.

Das Display-Modell

Da ich bei meinen Recherchen auf brauchbare Fotos gestoßen bin, habe ich mich daran gemacht und die Rakete im Maßstab 1:1 nachkonstruiert, um die Teile anschließend im 3D-Druck (FDM & STL) für ein schönes Display-Modell herzustellen. Die Flügel-Achsen werde ich an der Drehbank anfertigen. Auch die nötigen Druck- und Hebel-Federn entstehen an der Drehmaschine aus Federstahldraht .

Bilder der CAD-Konstruktion

Das fertige CAD-Modell der Pike-Rakete im Maßstab 1:1.

Vier Lenkflügel sitzen in jeweils einer Halterung, welche zusammen an einem Haltering verbunden sind.

Blick auf die Halterung des schwenkbaren Lenkflügels.

Schnittansicht durch das 1:1-Modell der Pike-Rakete. Die Lenkflügelhalterungen werden mit der gelben Röhre von aussen verschraubt. Die Stabilisatorenflügel am Heck sind mit einer federbewährten Achse (rot) am Motorgehäuse (grau) angebracht.

Soweit für heute.

 

Horrid und stay tuned…

Update (6.1.2018):

Für die Motor-Sektion habe ich heute noch eine Düse entworfen, um das Modell realistischer wirken zu lassen. Mangels Vorlagen zur Pike habe ich die Nozzle frei konstruiert.

Schnittansicht der Motor-Sektion. Gut zu erkennen ist die Antriebsdüse (blau).

Für einen besseren Eindruck des Modellaufbaus hier eine Explosionszeichnung der Modell-Pike:

Das Pike-Modell in der Explosionsansicht.

 

Aus dem 3D-Delta-Drucker sind heute schon die ersten Teile gepurzelt:

Ein Flügelhalter ist frisch aus PLA gedruckt.

Der Haltering entsteht ebenfalls aus PLA.

Fertig gedruckt: Vier Flügelhalter und der Haltering.

Die Teile sind mit 80%-Infill gedruckt, damit die Gewindeeinsätze später ausreichend „Fleisch“ für ein bessere Fixierung haben. Alle Teile sind mit einer Lagerhöhe von 0,2mm entstanden.

 

Update (7.1.2018):

Der FDM-Drucker hat fleißig gewerkelt – es sind einige Teile fertig geworden. Den Lenkflügel habe ich hingegen auf dem Wanhao D7 aus Resin gedruckt – nach über 3h war das Teil endlich fertig…

Es geht fleißig weiter, die übrigen Teile drucke ich mit PLAtec (weiß)…

 

Nach 3h ist der Lenkflügel mit einer Layerhöhe von 35 Micron gedruckt.

Der aus Resin gedruckte Lenkflüge wird in Isopropanol nach dem druck gewaschen.

Nach dem Härteprozess unter UV-Licht ist die Stützstruktur noch vorhanden – diese wird entfernt und die Reste dann geschliffen.

So langsam kommen die Teile zusammen: Haltering, Payload-Section, 40mm-Hülse, Nozzle, Lenkflügelhalter, Lenkflügel (auf dem Wanhao D7 gedruckt), Stabilisatorenflügel (v.o.l.n.u.r.).

Leider sind einige Stabilisatoren-Flügel (PLA) nicht so überzeugend geworden – ich werde diese daher noch einmal aus PLAtec drucken. Sollte das ebenfalls nicht gut werden, dann drucke ich ein Muster aus Resin…