AUSSTELLUNGSSTÜCK: SNEB 68 MM LUFT-BODEN-RAKETE WIRD FERTIG

Echter Rakten-Motor trifft HEAT-Immitat.

Fast fertig!

Mit meinem SNEB 68mm-Projekt bin ich weiter gekommen. Den gedruckten HEAT-Kopf habe ich gefillert, geschliffen, gefillert und wieder geschliffen, um am Ende dem Imitat ein schwarzes Farbkleid zu verpassen.

Hier mal einige Bilder zum Baufortschritt:

Die 1. Schicht Spritzspachtel ist aufgebracht.

Der Spritzspachtel wird soweit heruntergeschliffen, bis die eigentliche Bauteilefarbe wieder zu erkennen ist. Dann kann man sicher sein, dass die Rillen gefüllt sind. Es folgt eine 2. Spritzspachtel-Schicht, welche nach der Aushärtung mit 400er Papier nass geschliffen wird, um den eigentlich Lack anschließen aufzubringen.

Die 2. Spritzspachtel-Schicht ist nass geschliffen… jetzt kommt der Decklack drauf.

Guter Matt-Lack wird aufgebracht…

Der Lack wirkt satt…

Abkleben, um den silberfarbene Ring zu lackieren.

Der silberne Ring ist lackiert.

Kleine Stellen werden mit dem Pinsel nachbearbeitet.

Hier wird mit dem Pinsel nachgebessert.

Spitze: Etwas zu viel Spritzspachtel…wird aber ohnehin abgeschliffen, bis die Materialfarbe wieder zu erkennen ist.

Bei Tageslicht sieht es richtig gut aus…

Transportfertig…

Es fehlt jetzt nur noch die richtige Beschriftung – darum kümmere ich mich im nächsten Schritt.

Horrido und stay tuned…

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Ausstellungsstück: Komplettierung einer SNEB 68 mm Luft-Boden-Rakete

Per Zufall bin ich vor einiger Zeit bei einem Händler über die Reste einer Folding-Fin Aerial Rocket, in diesem Fall einer SNEB Luft-Boden-Rakete im Kaliber 68 mm, gestolpert. Leider war nur noch die Motor-Sektion mit der Düse und den Stabilisatoren-Flügeln vorhanden. Gerne hätte ich die Rakete mit einem originalen HEAT-Kopf komplettiert, um ein schönes Anschauungsobjekt zu erhalten – doch leider ist an solch ein delaboriertes Teil nicht heranzukommen.

Also habe ich mich entschlossen, den HEAT-Kopf (Type 23) nachzukonstruieren und als 3D-Druckteil zu fertigen.

Da der Kopf ein ziemlich langes Gebilde ist, musste ich diesen in zwei Teilen anlegen, um die Teile mi meinem 3D-Drucker printen zu können. Auch das Zünderoberteil habe ich als extra Bauteil ausgelegt, wie auch den sog. Riding-Pin, der am HEAT-Kopf in einer Vertiefung sitzt.

CAD-Modell der HEAT-Baugruppe.

HEAT-Oberteil.

Das entworfene HEAT-Unterteil.

Die Zünder-Spitze.

Der Riding Pin.

Nach ca. 27 Stunden Gesamtdruckdauer für die Teile aus PLA (Infill 50%; 0,2mm Layerhöhe) ist die Einzelteil-Anfertigung erledigt. Nun gehe ich daran, die Kunststoffteile von der Oberfläche her einem entsprechenden Finish zu unterziehen. D.h. Schleifen, Fillern, Spachtel, Schleifen, Lackieren, Weathering und so weiter und so weiter.

Ich werde über den Fortschritt hier wieder berichten.

Hier zunächst einige Bilder aus der Bastelkammer:

Original Raketenmotor der französischen SNEB 68mm Luft-Boden-Rakete.

Etwas mehr als 13 Stunden brauchte der Drucker für das untere Teil des HEAT-Kopfs für die SNEB 68mm Rakete.

Sauber aus PLA mit 0,2mm Lagerhöhe gedruckt: Das untere Teil des HEAT-Kopfs.

Der nachkonstruierte Teil passt gut.

Gedruckte Modell-Teile: In Ermangelung originaler Teile habe ich den HEAT-Kopf als 3D-Druckteil ausgelegt. Die Größe machte eine Aufteilung des Kopfes in zwei Bauteile nötig.

Gedruckter „Zünderkopf“ und das gedruckte Oberteil des HEAT-Sprgk (Type 23)-Modells.

Horrido und stay tuned…

Display-Modell: Full Scale Luft-Luft-Rakete R4M

Für Raketentechnik habe ich mich ja schon immer interessiert. Umso erfreuter war ich bei meinem Besuch des Technikmuseums in Berlin, als ich dort eine Vielzahl unterschiedlicher Raketen-Typen in den Ausstellungsräumen fand. Besonders interessant fand ich die ausgestellte R4M Feststoffrakete (auch Orkan genannt)aus dem Jahr 1944 – denn diese Rakete ist quasi der Urvater aller Luft-Luft-Raketen.

Die im Technik-Museum-Berlin ausgestellte R4M Luft-Luft-Rakete.

Daheim in der Bastelkammer angekommen, machte ich mich sogleich daran, über ein Full Scale Modell der R4M nachzudenken. Nach einigen Abenden der Recherche stand mein Entschluss fest: Es wird eine R4M Rakete nachkonstruiert und als Ausstellungsmodell gebaut.

Dies bedeutete zunächst die Einzelteile der Rakete am Rechner nachzukonstruieren. Dabe berücksichtigte ich verfügbare Halbzeuge wie beispielsweise ein Köperrohr, Schrauben, U-Scheiben, Muttern und Drahtmaterial. Alle übrigen Teile sollten als 3D-Druckteil entstehen, so wie ich es auch schon für das Pike-Raketenmodell gehandhabt hatte.

Also entstand die R4M zunächst als CAD-Modell am Rechner:

R4M-CAD-Modell in der Seitenansicht.

Die R4M als CAD-Modell – Rückansicht.

CAD-R4M-Modell in seinen Einzelteilen.

Anschließend druckte ich die Bauteile aus hochwertigem PLA mit 50 Prozent Infill auf zwei Anycubic Printern.

Das Düsenteil entsteht im Drucker.

Druck des Kopfteils des R4M-Modells.

Ein Leitwerkblatt entsteht im Drucker.

Ein Laschenteil, welches die Düse mit dem Körperrohr im Original fixiert ist als Druckteil nachgebildet. Hier ist das Teil frisch aus dem Drucker – daher ist auch noch die Stützstruktur zu erkennen.

Das Feder-Imitat entsteht mit Hilfe einer Biegevorrichtung.

Die Drehfeder wird als Imitat aus einem Stahldraht mit Hilfe einer Biegevorrichtung hergestellt.

Die Federimitate bestehen aus gewöhnlichem Stahldraht.

Baukasten: Die für den Bau des Display Modell nötigen Teile einmal übersichtlich angeordnet. Es fehlen lediglich die M3 Rundkopfschrauben mit U-Scheiben und Muttern für das Leitwerk.

Gedruckte Leitwerkteile.

Und noch mehr Teile – Leitwerklager und Federimitate sowie die Laschen.

Anprobe: Die Druckteile passen auf das Alu-Rohr (Durchmesser 55mm).

In der Zwischenzeit habe ich das Modell noch etwas verfeinert. Denn lediglich der Blick auf das Äußere kam mir etwas zu kurz gegriffen vor. Daher überlegt ich mir, für das Köperrohr durchsichtiges Acrylrohr zu verwenden, entgegen der vorherigen Version mit einem Alu-Körperrohr. Durch das transparente Rohr bekommt der Betrachter ein Einblick in das Innere der R4M und kann so z.B. den Treibsatz inkl. der Zündverkabelung erkennen. Dabei ist der Treibsatz so nachgebildet, dass es ein Teilschnittmodell wird, um auch die innere Struktur des Treibsatzes zu erkennen. Noch fehlt mir leider das nötige Alu-Rohr, um den Treibsatz darzustellen, es sollte aber demnächst vom Metallhändler geliefert werden.

Ein alternatives Raketen-Modell der R4M bekommt ein transparentes Körperrohr. So können dem Betrachter auch der Raketentreibsatz als Schnittmodell gezeigt werden.

Nun gehe ich daran, die Druckteile zu entgraten und die Oberflächen lackierfertig zu bearbeiten.

Über den Baufortschritt werde ich hier weiter berichten.

Horrido und stay tuned.

Pike Display-Rakete als Full Scale Modellbausatz erhältlich

Es hat etwas gedauert, aber nun gibt es die Pike-Display-Modell-Rakete auch als Bausatz für jeden zu kaufen.

Ich habe eine ausführliche Bauanleitung erstellt und alle benötigten Teile für den Bau in einem Bausatz zusammengestellt, um daraus seine eigene Pike im Maßstab 1:1 als Anschauungsobjekt zusammenzubauen.

Der Pike Full Scale Bausatz.

Wer Interesse hat, der kann den Bausatz via ebay erwerben.

Horrido und stay tuned..