Wiederbelebung eines französischen Velo-Klassikers: 1970iger Motobecane Monaco

Der Glanz vergangener Tag ist zurück!

In den 1970iger Jahre brachte der französisches Zweihersteller Motobecane, der Mitte der Achtziger Insolvenz anmeldete und dessen Reste heute zu Yamaha gehören, das hartgelötete Stahlrahmen-Rennrad/Touring-Rad Monaco auf den Markt. Ausgestattet ist das Bike mit einem 5-fach Huret Schaltwerk, Umwerfer und Schalthebel (ohne Rasterung), Naben mit der Einprägung „Normandy“ und Mittelzugbremsen von Dia Comp.

Mein Rad hat schon so manche Strecke verlässlich hinter sich gebracht, dabei aber selbstverständlich einige Gebrauchsspuren abbekommen. Die Chromteile waren vom Rost gezeichnet, der Rahmen hat zahlreiche Lackabplatzer, an den sich die Oxidpest zeigte. Insgesamt machte das Rad optisch einen eher trüben Eindruck – sicherlich auch, weil der Lack schon an Strahlkraft verloren hatte. Den damals verbauten Touring-Lenker tauschte ich vor einigen Jahren gegen eine gerade Version und montierte Shimano-Bremshebel. Auch der ursprüngliche Sattel wurde gegen einen sehr bequemen und schicken Brooks Ledersattel getauscht. Ansonsten ist alles noch original.

Urzustand - noch ok, aber der Rost und der Zahn der Zeit zeigt sich.

Urzustand – noch ok, aber der Rost und der Zahn der Zeit zeigt sich.

Früher war Monaco noch schick...;-)

Früher war Monaco noch schick…;-)

Der verchromte Schnellspanner ist arg gezeichnet.

Der verchromte Schnellspanner ist arg gezeichnet.

Weitere verchromte Teile hat der Rost fest im Griff...

Weitere verchromte Teile hat der Rost fest im Griff…

Oxid auch auf den Bremsen.

Oxid auch auf den Bremsen.

Rost soweit das fokussierte Auge schaut...

Rost soweit das fokussierte Auge schaut…

Kein schöner Anblick!

Kein schöner Anblick!

...und noch mehr Rost an Stellen an denen der Lack ab ist.

…und noch mehr Rost an Stellen an denen der Lack ab ist.

 

Grundsätzlich: Eine behutsame Restaurierung

Vor einigen Wochen habe ich dann aber das Elend nicht mehr mit ansehen können. Ich entschied mich für eine Patina-bewahrende Aufarbeitung des Bikes. Zugleich wollte ich aber einen Bullhorn-Lenker mit inversen Bremshebeln verbauen – denn so ein Lenker macht einen sportlicheren Eindruck und wertet den Straßenrenner zudem optisch auf.

Bei der farblichen Abstimmung musste ich mich am original hellblauen Farbton orientieren. Aus meiner Sicht passen dazu gut rot/braun-Töne. Aus dem Grund mussten auch die alten Reifen-Mäntel runter. Das Lenkerband sollte ebenfalls passen. Last but not least plante ich den Austausch der schwarzen Bremskabelhüllen gegen silberfarbene Pendants.

 

Die neuen Teile

Der Plan stand also, was noch fehlte waren die passenden Teile. Den Bullhorn-Lenker kaufte ich gebraucht über ebay-Kleinanzeigen. Nach einigen Abenden der Recherche blieb ich beim Online-Händler custom-junkies hängen. Dort orderte ich die restlichen Teile:

  • Continental Grand Prix Classic Faltreifen in rot-braun-schwarz
  • Tektro RX 4.1 TT Lenkerend-Bremshebel in silber
  • Bremshülle und Züge von Jagwire in perl-silber
  • Deda Lenker-Tape in gold carbon
  • eine klassische Rennglocke in Messing

Leider habe mit dem Deda Lenkertape einen wirklichen Fehlgriff gemacht, denn das gold carbon wirkte auf dem Monitor doch wesentlich dunkler als es dann in Natura am Lenker strahlte. Aus dem Grund werde ich das Deda-Tape wieder entfernen. Ersatz dafür habe ich auch schon gefunden: Benotto Celo-Tape in braun. Dieses in den 1970/80 populäre Tape wird hoffentlich bald ankommen und natürlich gleich angebracht.

 

Die Aufarbeitung im Detail

Eisenoxid muss runter

Sowohl der Stahlrahmen als auch die verchromte Teile waren von Rost befallen. Da ich den Lack und damit den wertvollen Alterseindruck bewahren wollte, kamen Radikalmaßnahmen wie Abschleifen oder Sandstrahlen nicht in Frage. Stattdessen entschied ich mich für die Behandlung mittels Rostwandler auf Phosphorsäure-Basis. Ein unter Restauratoren sehr bewährte Mittel ist Pelox RE . Die nach der Behandlung entstehenden mehr oder weniger blanken Metalloberflächen versiegelte ich mit Owatrol-Öl. Das Öl ist besonders für leicht angerostete Stellen sehr brauchbar, da es sich in den rostigen Poren festsetzt und so Wasser nachhaltig verdrängt – damit ist ein weiterrosten ausgeschlossen. Dies und auch die versiegelnde Wirkung mache ich mir für die Stahlteile zu nutze.

Vor der Ausarbeitung steht die gründliche Vorreinigung.

Vor der Aufarbeitung steht die gründliche Vorreinigung.

Arbeit an der Werkbank...

Arbeit an der Werkbank…

Hilfreiche Mittelchen für die Restaurierung: Pelox RE Rostentfernter (links) und Owatrol-Öl .

Hilfreiche Mittelchen für die Restaurierung: Pelox RE Rostentfernter (links) und Owatrol-Öl .

An der Gabel hat sich auf dem Chrome der Rost durchgekämpft.

An der Gabel hat sich auf dem Chrome der Rost durchgekämpft.

Pelox wirkt...

Pelox wirkt…

Verchromte Gabel ohne Rost - dank Pelox.

Verchromte Gabel ohne Rost – dank Pelox.

Demontiert und aufgearbeitet.

Demontiert und aufgearbeitet.

Auch die Bowdenzughalter hat der Rost heimgesucht...Pelox greift an.

Auch die Bowdenzughalter hat der Rost heimgesucht…Pelox greift an.

Nach der Pelox-Behandlung: Kein Rost mehr zu sehen. Den Rest erledigt Owatrol.

Nach der Pelox-Behandlung: Kein Rost mehr zu sehen. Den Rest erledigt Owatrol.

An den unzugänglichsten Stellen hat sich der Rost festgesetzt.

An den unzugänglichsten Stellen hat sich der Rost festgesetzt.

Rostentferner Polen wirkt an den Lötmuffen des Stahlrahmens.

Rostentferner Pelox wirkt an den Lötmuffen des Stahlrahmens.

und noch mehr.

 …und noch mehr Rost.

Nach der Behandlung mit Pelox behandele ich die Stellen zur Sicherheit noch mit Owatrol.

Nach der Behandlung mit Pelox behandele ich die Stellen zur Sicherheit noch mit Owatrol.

Fast wie neu...

Fast wie neu…

 

Nicht nur die Stahl- und Eisenteile oxidieren, auch das Aluminium hat eine Oxidschicht angesetzt. Dieser Schicht rückte ich mit Autosol Polierpaste an mehreren Abenden in mühseliger Polierarbeit zu Leibe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch die Pedalen, die verchromten Gabelteile und Komponententeile polierte ich entsprechend.

Pelox bei der Arbeit...

Pelox bei der Arbeit…

Polieren der Pedalen...mühselig.

Polieren der Pedalen…mühselig.

Echte Handarbeit: Polieren der Bremsen.

Echte Handarbeit: Polieren der Bremsen.

Fertig: Die polierten Bremsen. Ihr Alter können sie dennoch nicht leugnen - sehen dabei aber gut aus.

Fertig: Die polierten Bremsen. Ihr Alter können sie dennoch nicht leugnen – sehen dabei aber gut aus.

 

Lackaufarbeitung

Der Lack ist schon in die Jahre gekommen. Ständiges Sonnenlicht lässt Lacke verbleichen. Mit Polytrol Lackauffrischer kann man hingegen Lacke auf Kunstharzbasis wieder neue Leuchtkraft verleihen. Dazu trägt man das Öl mit einem weichen Tuch auf, lässt es 10 Minuten einwirken und poliert es anschließend mit einem Tuch wieder ab. Das Ergebnis hat mich positiv überrascht.

Mit Polytrog werden Kunststoffteile und Lacke auf Kunstharzbasis wieder frisch.

Mit Polytrol werden Kunststoffteile und Lacke auf Kunstharzbasis wieder frisch.

Der Glanz vergangener Tag ist zurück!

Der Glanz vergangener Tag ist zurück!

 

Die neuen Komponenten

Der gebrauchte Bullhornlenker wurde zunächst von seinem alten Lenkertape befreit und ordentlich gereinigt. Daraufhin wurde er montiert, die Bremshebel angeschraubt und die Bremsbowdenzüge verlegt und zugeschnitten. Schließlich befestigte ich die Bremshüllen bündig unter dem Lenker und fixierte diese mit Textil-Tape, um mit dem Deda Bar-Tape eine saubere Umwickelung zu gewährleisten. Die Klingel wanderte an die Position, an der die alte Klingel lange ihren Dienst versah. Zu guter Letzt zog ich die neuen rotbraun-schwarzen Conti-Reifen auf.

Die neuen Teile warten auf die Montage.

Die neuen Teile warten auf die Montage.

Der neue Lenker ist angebracht.

Der neue Lenker ist angebracht.

Fixierung der Bremszüge - so ist das Anbringen des Bar-Tapes einfacher.

Fixierung der Bremszüge – so ist das Anbringen des Bar-Tapes einfacher.

Die Bremszüge sind unter dem Lenker geführt.

Die Bremszüge sind unter dem Lenker geführt.

Farbliche Harmonie: Silbergrau der Bowdenzughülle passt gut zur Farbe des Rahmens.

Farbliche Harmonie: Silbergrau der Bowdenzughülle passt gut zur Farbe des Rahmens.

 

(Fast)FERTIG

Der Klassiker lebt!

Der Klassiker lebt!

Die Retro-Contis machen was her.

Die Retro-Contis machen was her.

Das Schaltwerk ist wieder voll gangbar und poliert...

Das Schaltwerk ist wieder voll gangbar und poliert…

Fest zupacken und dabei gut aussehen - die polierten Bremsen.

Fest zupacken und dabei gut aussehen – die polierten Bremsen.

Ein passender Ersatz: Die neue Klingel.

Ein passender Ersatz: Die neue Klingel.

Geht leider überhaupt nicht - die Farbe des Lenker-Tapes! Das tausche ich schnellstens.

Geht leider überhaupt nicht – die Farbe des Lenker-Tapes! Das tausche ich schnellstens.

Der Glanz vergangener Tag ist zurück!

Fazit:

Es hat mir Freude bereitet, mein Motobecane wieder alltagstauglich gemacht zu haben und dabei den Charme eines gealterten Sportflitzers konserviert zu haben. Die neue Lenker-Brems-Einheit hat während der Fahrt der ersten Runden richtig Spaß gemacht.

Einizger Wehrmutstropfen: Das Deda Bar Tape in gold pass farblich überhaupt nicht! Aber wie geschrieben werde ich hoffentlich in der kommenden Woche das Benotto Celo-Tape in braun aufziehen können. Für die nun wieder früh dunkel werden Tage habe ich noch Lezyne Femto Drive Leuchten geordert, damit sollte dann am Ende alles für die Freude auf dem betagten Drahtesel beisammen sein.

 

Horrido und stay tuned.

 

UPDATE (16.09.2016)

 

Das Benotto Celo Bar Tape in braun und die Femto Drive LED Lampen sind angekommen.

Benotto Celo Lenkerband in braun (links) und Isoliertape - mehr ist für den Lenker nicht mehr nötig.

Benotto Celo Lenkerband in braun (links) und Isoliertape – mehr ist für den Lenker nicht mehr nötig.

Die LED-Beleuchtung ist auch angekommen...

Die LED-Beleuchtung ist auch angekommen…

Femto Drive - handlich und schick (Rücklicht ist rechts zu sehen).

Femto Drive – handlich und schick (Rücklicht ist rechts zu sehen).

Also habe ich schnell das goldene Lenkerband wieder abgemacht und den Lenker mit dem Celo Bar Tape umwickelt.

Nun sieht das Velo endlich auch farblich absolut stimmig aus.

Hier mal einige Bilder der Lenkerarbeit:

Das goldene Tape muss runter...

Das goldene Tape muss runter…

Direkter Vergleich: Links der Fehlkauf, rechts das optisch passende Benotto Lenker Tape.

Direkter Vergleich: Links der Fehlkauf, rechts das optisch passende Benotto Lenker Tape.

Fertig gewickelt: Das Benotto Lenkertape aus alten Lagerbeständen ließ sich prima anbringen.

Fertig gewickelt: Das Benotto Lenkertape aus alten Lagerbeständen ließ sich prima anbringen.

Farbabgleich: Tape und Reifen passen farblich super zusammen...

Farbabgleich: Tape und Reifen passen farblich super zusammen…

 

FERTIG

Fertig! Nun passt auch die Farbe des Lenkers - dank original Benotto Tape  (braun) aus den 1970...

Fertig! Nun passt auch die Farbe des Lenkers – dank original Benotto Tape (braun) aus den 1970…

Schön anzusehen - die Lenkerfarbe pass prima zum Sattel und den Reifen.

Schön anzusehen – die Lenkerfarbe pass prima zum Sattel und den Reifen.

 

Yamaha TY50 Restaurierung: Das neue Farbkleid

Wie schon geschrieben, sollte die Yamaha TY50 wieder in den Orginalfarben clean white (w36)und silver (SL/35) erstrahlen. Den Rahmen, Rahmenteile und die Gabelteile lackierte ein Profi gleich nach dem Sandstrahlen in silver. Die übrigen Teile lackierte ich in der Bastelkammer mittels Spraymax-Sprühdosen (2k-Grundierung, 2k-Klarlack, Basislack schwarz) und extra angemischter Yamaha-Farben in 400ml-Dosen von R.H.-Lacke.

Der Lackaufbau ist bei allen Teilen identisch: 2-3 Schichten Grundierung, 2 Schichten Basis-Lack und 2 Schichten Klarlack. Abweichend davon sind die mit Aufklebern versehenen Teile (Tank, Öl-Tank und Hitzeschutzblech) mit zusätzlichen vier Klarlack-Schichten überzogen, damit die Aufkleber quasi unter den Klarlackschichten nicht mehr fühlbar sind.

Auch hier mal wieder ein Blick in die Bastelkammer…

Die Teile warten auf ihre Grundierung.

Die Teile warten auf ihre Grundierung.

Einige Teile nach der Grundierung mit 2k-Spraymax Grundierung.

Einige Teile nach der Grundierung mit 2k-Spraymax Grundierung.

Die Kunststoffschutzbleche erstrahlen in Yamaha clean white.

Die Kunststoffschutzbleche erstrahlen in Yamaha clean white.

Hitzeschutzschild und Öl-Tank sind grundiert und trocknen.

Hitzeschutzschild und Öl-Tank sind grundiert und trocknen.

Das blanke Luftfiltergehäuse.

Das blanke Luftfiltergehäuse.

Luftfiltergehäuse grundiert.

Luftfiltergehäuse grundiert.

In schwarzer Farbe lackiertes Luftfiltergehäuse.

In schwarzer Farbe lackiertes Luftfiltergehäuse.

Der Kickstarterhebel ist mit Vertan behandelt, dabei färbt sich das Metall schwarz.

Der Kickstarterhebel ist mit Fertan behandelt, dabei färbt sich das Metall schwarz.

Linker Motorgehäusedeckel vor der Aufarbeitung.

Linker Motorgehäusedeckel vor der Aufarbeitung.

Der rechte Motorgehäusedeckel ist grundiert.

Der rechte Motorgehäusedeckel ist grundiert.

Alle lackierten Teile zusammen. Tank, Öl-Tank und Hitzeschutzschild bekommen noch ihre Aufkleber...

Alle lackierten Teile zusammen. Tank, Öl-Tank und Hitzeschutzschild bekommen noch ihre Aufkleber…

 

Horrido und stay tuned.

 

Yamaha TY50 Restaurierung: Die Lehre vom Rad

Die beiden Räder machten auch nicht mehr den frischesten Eindruck. Zudem waren die aufgezogenen Pneus auch nicht wirklich einer Trial-Maschine würdig. Meine Bremsenerfahrung mit der Honda CB50 noch im Hinterkopf, beschaffte ich neben neuen Reifen, Schläuchen, Felgenbänder auch gleich neue Bremsbeläge.

Zunächst demontierte ich die alten Reifen, Schläuche und Felgenbänder. Auf der Innenseite der beiden Felgeninnenringe kam Rost in Reinform ans Tageslicht. Daher musste mit Flex-Drahtbürste angerückt werden. Es folgte eine Fertan-Kur der Innenflächen.

Die Speichen befreite ich ebenfalls vom Rost und schliff diese dann mit Fließ, bevor auch hier Flüssigwachs als Siegelüberzug darüber kam. Evtl. werde ich beide Räder in naher Zukunft komplett neu einspeichen – ein schöne Arbeit für die Winterabende.

Die Felgen-Naben und Bremsbacken-Trägerplatten bearbeite ich ebenfalls mechanisch und polierte dann das Aluminium leicht auf. Vorher wurden die Innenseiten natürlich ausgiebig gereinigt und die Bremstrommeln auf Maßhaltigkeit geprüft.

Hier die Arbeiten im Bild:

Radnabe vor der Bearbeitung.

Radnabe vor der Bearbeitung.

Die aufgearbeitete Radnabe.

Die aufgearbeitete Radnabe.

Nicht anzusehen: Die vordere Bremsplatte vor der Überarbeitung.

Nicht anzusehen: Die vordere Bremsplatte vor der Überarbeitung.

Die vordere Bremsplatte glänzt wieder.

Die vordere Bremsplatte glänzt wieder.

Hinterrad-Bremsplatte vor der Bearbeitung.

Hinterrad-Bremsplatte vor der Bearbeitung.

Hinterrad-Bremsplatte ist aufgearbeitet.

Hinterrad-Bremsplatte ist aufgearbeitet.

Zupacken müssen sie: Die Bremsbeläge. Links der neue Belag, rechts der alte Bremsbelag.

Zupacken müssen sie: Die Bremsbeläge. Links der neue Belag, rechts der alte Bremsbelag.

Neue Bremsbeläge müssen sein.

Neue Bremsbeläge müssen sein.

Bremsbeläge sind montiert.

Bremsbeläge sind montiert.

Felgenringe nach der Demontage: Rost...

Felgenringe nach der Demontage: Rost…

Die Innenflächen der Felgenringe sind mechanisch entrostet.

Die Innenflächen der Felgenringe sind mechanisch entrostet.

Fortan geht an den Rost, da wo die Drahtbürste nicht hinkommt.

Fortan geht an den Rost, da wo die Drahtbürste nicht hinkommt.

Felgenringe in der Restaurierung: Links mit Fertan, rechts bereits mit Felgenlack innen überlackiert.

Felgenringe in der Restaurierung: Links mit Fertan, rechts bereits mit Felgenlack innen überlackiert.

Die Felgenringe sind fertig überarbeitet. Das Kettenrad wurde ebenfalls demontiert und neu lackiert.

Die Felgenringe sind fertig überarbeitet. Das Kettenrad wurde ebenfalls demontiert und neu lackiert.

Neue Pneus, Schläuche und Felgenbänder warten auf die Montage.

Neue Pneus, Schläuche und Felgenbänder warten auf die Montage.

 

Horrido und stay tuned

Yamaha TY50 Restaurierung: Aufarbeitung Lenker, Hebel und Benzinhahn

Erstrahlen wieder: Die Hebel...

Dieser Post widmet sich der Aufarbeitung des Lenkers und insb. der daran befestigten Hebel und Griffstücke.

Am Lenker selbst hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen – marode Verchromung und Flugrost. Beidem bin ich mechanisch zu Leibe gerückt. Zunächst mit 400er Schleifpapier, dann mit Schleifflies und anschließend mit der Polierscheibe. Vorher habe ich selbstverständlich Gashebel mit Bremshebel und den Kupplungshebel samt Befestigung demontiert. Den Lenker habe ich nach seiner Behandlung ebenfalls mit Flüssigwachs versiegelt.

Die beiden Hebel mit Ihren Befestigungen zerlegte ich und reinigte sie im Ultraschallbad, bevor ich auch diese Teile mechanisch wieder Glanz verlieh.

Dem Ultraschallreiniger übergab ich zudem den völlig verdreckten Benzinhahn. Neben defekten Dichtungen viel mir bei dem Bauteil auf, dass das eigentlich verbaute Sieb fehlte. Ersatz ist bei Yamaha leider nicht mehr zu bekommen – ich werde also eine Alternative suchen müssen.

Hier nun der Blick auf die Werkbank zu den oben geschilderten Arbeiten:

Lenker/Hebel

Der Lenker vor der Aufarbeitung.

Der Lenker vor der Aufarbeitung.

Der Zahn der Zeit an Lenker und Anbauteilen...

Der Zahn der Zeit an Lenker und Anbauteilen…

Vor der Reinigung: Auch innen ist das Alter an der Menge der Ablagerungen zu erkennen.

Vor der Reinigung: Auch innen ist das Alter an der Menge der Ablagerungen zu erkennen.

Das Ultraschallbad ist für die Reinigung ein unersetzliches Hilfsmittel.

Das Ultraschallbad ist für die Reinigung ein unersetzliches Hilfsmittel.

Polieren der Hebel und Befestigungen.

Polieren der Hebel und Befestigungen.

Die Schaltkontakte werden mit speziellem Reiniger bearbeitet.

Die Schaltkontakte werden mit speziellem Reiniger bearbeitet.

Zum Reinigen musste die Verdrahtung gelöst werden. Nun wird alles wieder zusammengelötet.

Zum Reinigen musste die Verdrahtung gelöst werden. Nun wird alles wieder zusammengelötet.

Der Draht kommt wieder an den Drehschalter...

Der Draht kommt wieder an den Drehschalter…

Nach der Reinigung: Alles ist wieder schön sauber an seinem Platz.

Nach der Reinigung: Alles ist wieder schön sauber an seinem Platz.

Erstrahlen wieder: Die Hebel...

Erstrahlen wieder: Die Hebel…

Das Aluminium ist wieder sauber.

Das Aluminium ist wieder sauber.

Der Aufgearbeitet Lenker - noch ist die Lenkstange durch das Flüssigwachs leicht milchig.

Der Aufgearbeitet Lenker – noch ist die Lenkstange durch das Flüssigwachs leicht milchig.

 

Benzinhahn

Vor dem Ultraschallbad wird der Benzinhahn zerlegt. Es fehlt das Metallsieb, die Dichtungen sind hinüber und müssen getauscht werden.

Vor dem Ultraschallbad wird der Benzinhahn zerlegt. Es fehlt das Metallsieb, die Dichtungen sind hinüber und müssen getauscht werden.

Der zerlegte Benzinhahn im 60 Grad warmen Ultraschallbad.

Der zerlegte Benzinhahn im 60 Grad warmen Ultraschallbad.

Da ist ordentlich was runter gekommen: Der gereinigte Benzinhahn.

Da ist ordentlich was runter gekommen: Der gereinigte Benzinhahn.

Horrido und stay tuned.

Yamaha TY 50-Restaurierung: Der Tank bekommt seine Form und Farbe zurück

Und es geht weiter mit dem Blick auf die TY50-Restaurierung.

In diesem Posting widme ich mich der Restaurierung des Tanks. Dieser war in einem sehr zerbeulten Zustand. Insbesondere auf der rechten Seite und auf der oberen rechten Hälfte des Tanks waren tiefe Beulen.

Der Tank hat tiefe Beulen, die offensichtlich schon einmal provisorisch gespachtelt wurden.

Der Tank hat tiefe Beulen, die offensichtlich schon einmal provisorisch gespachtelt wurden.

Im Inneren des Tanks konnte ich Flugrost erkennen. Daher habe ich die Restaurierung des Treibstoff-Behälters in zwei Bereiche aufgeteilt:

  1. Aussenkleid wiederherstellen: D.h. Ausbeulen, Kontur korrekt abbilden, passende Lackierung mit den entsprechenden Aufklebern.
  2. Entrostung und Versiegelung: Mit einem speziellen Tankreinigungs- und Versiegelungsmittel wird auch von innen wieder alles in Ordnung gebracht.

Hier werde ich heute vom ersten Arbeitsbereich berichten.

Zunächst habe ich die alte Spachtelmasse vom Tank entfernt und mit Stahlverlängerung und Hammer die großen Beulen so weit wie möglich von innen (durch den Einfüllstutzen hindurch) herausgetrieben.

1. Arbeitsschritt bei der Indstandsetzung des Tanks: Ausbeulen...

1. Arbeitsschritt bei der Indstandsetzung des Tanks: Ausbeulen der tiefen Beulen von innen…

Dann ging der Tank mit den übrigen Teilen zum Sandstrahler. Nachdem der Tank wieder in der Bastelkammer eingetroffen war, ging ich daran die kleinen Beulen zu spachteln und die Kontur grob mit Spachtelmasse wieder herzustellen. Um letztlich die richtig Kontur replizieren zu können erstellte ich Schabloben, mit denen ich dann als Lehre die Kontur richtig vermessen und entsprechend schleifen konnte. Mehrere Spachtel- und Schleifgänge mit Füll- und Feinspachtel unter mehrmaligen Grundiergängen führten nach langen Abendstunden in der Bastelkammer zum gewünschten Resultat.

Es folgten dann die 2-Schichtlackierung, die Beklebung mit den Yamaha-Aufklebern und die Versiegelung der Kleber mit sechs Schichten 2K-Klarlack.

 

Hier mal einige Eindrücke der Arbeit an dem Tank:

 

Konturieren

Mit der Konturlehre entstehen sektorenweise die Schablonen auf dem Papier.

Mit der Konturlehre entstehen sektorenweise die Kontur-Schablonen auf dem Papier.

Um die Kontur auf der rechten Seite wieder herzustellen, habe ich auf der gegenüberliegenden Seite in Sektoren die Kontur vermessen, um dann Schablonen abzufertigen.

Um die Kontur auf der rechten Seite wieder herzustellen, habe ich auf der gegenüberliegenden Seite in Sektoren die Kontur vermessen, um dann Schablonen abzufertigen. Diese Sektoren werden dann auf der gegenüberliegenden Seite gespiegelt.

Die Spachtelmasse ist großzügig aufgebracht. Später sind über 80 Prozent wieder abgeschliffen.

Die Spachtelmasse ist großzügig aufgebracht. Später sind über 80 Prozent wieder abgeschliffen.

Die Beulen auf der rechten Seite sind gepachtelt und die Kontur geschliffen.

Die Beulen auf der rechten Seite sind gepachtelt und die Kontur geschliffen.

Schleifen…

Einer letzten Schleif- und Grundierarbeitsgänge...

Einer letzten Schleif- und Grundierarbeitsgänge…

Auf dem grundierten Tank ist eine dünne Schicht schwarzen Lacks als Kontrolllack aufgebracht. Der Lack wird später wieder abgeschliffen...

Auf dem grundierten Tank ist eine dünne Schicht schwarzen Lacks als Kontrolllack aufgebracht. Der Lack wird später wieder abgeschliffen. Durch diesen Kontrolllack sind Unebenheiten besser zu erkennen und ein gleichmäßiger Schliff kann so zudem kontrolliert werden.

 

Die schwarze Kontrollfarbe ist runtergeschliffen - keine Stelle ist mehr schwarz, d.h. der Schliff ist gleichmäßig erfolgt.

Die schwarze Kontrollfarbe ist runtergeschliffen – keine Stelle ist mehr schwarz, d.h. der Schliff ist gleichmäßig erfolgt.

 

Der Tank ist final grundiert.

Der Tank ist final grundiert.

 

Bevor der Basislack aufgetragen wird: Nassschliff der Grundierung mit 600er Körnung.

Bevor der Basislack aufgetragen wird: Nassschliff der Grundierung mit 600er Körnung.

Aufkleber anbringen

Zum Aufbringen der Aufkleber ist eine ruhige Umgebung und ein ruhiges Händchen nötig...

Der Tank strahlt in Yamaha White. Nun kommen die Aufkleber drauf. Zum Aufbringen der Aufkleber ist eine ruhige Umgebung und ein ebenfalls ruhiges Händchen nötig…

 

Auf der einen Seite sind die Aufkleber angebracht...es folgt anschließend der (sechsschichtige)Klarlacküberzug...

Auf der einen Seite sind die Aufkleber angebracht…es folgt die linke Seite und schließlich der (sechsschichtige)Klarlacküberzug…

FERTIG!

Der Tank ist samt Aufklebern mit Klarlack überzogen und damit aussen fertig lackiert.

Der Tank ist samt Aufklebern mit Klarlack überzogen und damit aussen fertig lackiert.

 

Nun geht es mit der Innenbearbeitung weiter…

Horrido und stay tuned.

Yamaha TY50-Restaurierung: Aufarbeitung Auspuff etc.

Wie versprochen, hier mal einige Eindrücke, wie ich den Auspuff, die Gabelrohre und einige Chromteile überarbeitet habe. Neuverchromen kommt für mich zur Zeit nicht in Frage, da sich der Aufwand und das nötige Investment einfach nicht die Waage halten. Daher habe ich zunächst den Oberflächenrost mechanisch entfernt und die Teile anschließend aufpoliert. Um einem erneuten Rostbefall einzuschränken, habe ich die behandelten Teile anschließend mit Flüssigwachs versiegelt. Von Zeit zu Zeit muss diese Versiegelung aber natürlich erneuert werden. Da ich aber die Maschine ohne nur bei gutem Wetter fahren möchte, hält sich das Rostrisiko in Grenzen.

Hier mal die Bilder der erwähnten Überarbeitung:

AUSPUFF

Kein guter Eindruck: Der Auspufftopf.

Kein guter Eindruck: Der Auspufftopf.

Auch der hintere Teil des Auspuffs ist schon arg gebeutelt.

Auch der hintere Teil des Auspuffs ist schon arg gebeutelt.

Mechanisch entrosten wird nur draussen gemacht.

Mechanisch entrosten wird nur draussen gemacht.

Mit Vertan werden die Auspuffteile nach der Schleifarbeit noch behandelt.

Mit Fertan werden die Auspuffteile nach der Schleifarbeit noch behandelt.

Spezieller Auspufflack verleiht dem Auspuff einen besseren Eindruck...;-)

Spezieller Auspufflack verleiht dem Auspuff einen besseren Eindruck…;-)

Der Auspuff erstrahlt in frischem Auspufflack...

Der Auspuff erstrahlt in frischem Auspufflack…

GABELROHRE

Der Alte Lack und Rost muss von den Gabelrohren runter. Schleifen und Fertan ist angesagt.

Der Alte Lack und Rost muss von den Gabelrohren runter. Schleifen und Fertan ist angesagt.

Die Gabelrohre sind mit zwei Schichten Grundierung versehen.

Die Gabelrohre sind mit zwei Schichten Grundierung versehen.

Farbgebung: Der Farbton der 1970iger ist nur noch bei ausgewählten Farbherstellern zu bekommen...

Farbgebung: Der Farbton der 1970iger ist nur noch bei ausgewählten Farbherstellern zu bekommen…

Extra angemischt: Der Yamaha SL35 Silberfarbton ist aufgebracht.

Extra angemischt: Der Yamaha SL35 Silberfarbton ist aufgebracht.

 

STOSSDÄMPFER etc.

Auch die Stoßdämpfer haben Oberflächenrost angesetzt. Für den Moment ist eine Oberflächenentrostung ausreichend. Bei Zeiten werde ich neue Stoßdämpfer anschaffen.

Auch die Stoßdämpfer haben Oberflächenrost angesetzt. Für den Moment ist eine Oberflächenentrostung ausreichend. Bei Zeiten werde ich neue Stoßdämpfer anschaffen.

Die Chromteile müssen vorsichtig geschliffen und poliert werden. Anschließend mit Flüssigwachs versiegeln. Ansonsten hilft nur neu verchromen - das geht aber erheblich ins Geld und dauert.

Die Chromteile müssen vorsichtig geschliffen und poliert werden. Anschließend mit Flüssigwachs versiegeln. Ansonsten hilft nur neu verchromen – das geht aber erheblich ins Geld und dauert.

 

Horrido und stay tuned…

Yamaha TY50: Zerlegen und ab zum Sandstrahler

Zügig bin ich mit der Yamaha ins Gericht gegangen. D.h. zerlegen, Vorreinigen, zum Sandstrahler und die Rahmenteile anschließend zum Lackierer. Alle übrigen Teile sind grundiert und werden von mir in Eigenregie in prächtige Farben getaucht.

Hier mal einige Bilder dazu:

Da muss noch ordentlich abmontiert werden...

Da muss noch ordentlich abmontiert werden…

Nur noch der Motor ist im Rahmen.

Nur noch der Motor ist im Rahmen.

Der Motor hat auch schon einmal besser Tage gesehen. Aussen pfui... laufen tut er aber.

Der Motor hat auch schon einmal besser Tage gesehen. Aussen pfui… laufen tut er aber.

Der Chrome hat schon sehr gelitten.

Der Chrome hat schon sehr gelitten.

Fast geschafft...

Fast geschafft…

Sortierung ist die halbe Miete.

Sortierung ist die halbe Miete.

Der Rahmen braucht eine Rosskur: Sandstrahlen.

Der Rahmen braucht eine Rosskur: Sandstrahlen.

Bevor der Sandstrahler loslegt müssen alle Teile gründlich vorgereinigt werden.

Bevor der Sandstrahler loslegt, müssen alle Teile gründlich vorgereinigt werden.

Die Teile gehen zum Sandstrahler.

Diese Teile gehen zum Sandstrahler.

Reines Eisen: Teile sind vom Sandstrahler zurück und müssen geschwind grundiert werden.

Reines Eisen: Teile sind vom Sandstrahler zurück und müssen geschwind grundiert werden.

Der Rahmen erstrahlt wieder in der richtigen Farbe.

Der Rahmen erstrahlt wieder in der richtigen Farbe.

So, morgen geht es weiter mit der Retrospektive aus der Bastelkammer…

 

Horrido und stay tuned.

Yamaha TY50: Ein neues Moped-Restaurierungsprojekt

Endlich komme ich mal wieder dazu, meinen Blog mit Einblicken in die Bastelkammer zu füttern. In zügiger Abfolge werde ich meine zwischenzeitliche Tätigkeit bei der TY50-Restaurierung  hier veröffentlichen, um dann wieder regelmäßiger und zeitnaher an dieser Stelle quasi von der Werkbank aus zu berichten.

Bereits im März habe ich eine ziemlich heruntergekommene Yamaha TY 50 M (1G3) Baujahr 1978 für wenig Geld erworben. Schon lange wollte ich diese schon in meiner Jugendzeit heiß begehrte Trial-50er irgendwie in die Finger bekommen – damals reichte mein Taschengeld dafür aber einfach nicht aus. Doch so einfach war das heute auch nicht, denn leider sind diese Mopeds mittlerweile sehr rar geworden. Umso mehr freute ich mich dann im Frühjahr, als endlich das ersehnte Zweirad nach einer kleinen Transportreise mit dem Hänger bei mir im Garten stand…

Neben etlichen Fehlteilen (u.a. Scheinwerfer, Seitenständer, Zündschloss, Frontschutzblech) zeigten viele Teile erhebliche Abnutzungserscheinungen: Tiefe Beulen im Tank, Rost am Rahmen und Chromteilen, eine völlig desolate Sitzbank, Jahrzehnte-alter Schmutz und Zeichen von handwerklichen Missgriffen, die ich in sodann in Angriff nahm.

Hier Bilder des Bikes, als es endlich ausgeladen war:

TY50_links_vorher

TY50_rechts_vorher

TY50_rechte-Seite-Detail_vorher

TY50_Beule-im-Tank

TY50_ohne-Tank_Sattel_vorher

 

Es geht hier zügig weiter.

Horrido und stay tuned.

Tamiya Hilux 4×4: Die Restaurierung (Teil 2)

Hier gehts zum 1. Hilux-Restaurierungs-Posting.

 

Die Aufarbeitung des Hilux kommt gut voran. Das Chassis habe ich mittlerweile gereinigt, die Achsen überarbeitet und einige Metallteile entlackt und poliert.

Die Aufbauten werden nun entlackt – Dowanol PM funktioniert nicht so gut. Daher nutze ich nun doch Bremsflüßigkeit – die weiße Lackschicht ist gut abgegangen. Aber die blaue Farbschicht ist selbst mit Bremsflüssigkeit sehr hartnäckig.

Hier nun einige Bilder aus der Bastelkammer zum aktuellen Stand:

Die Hinterachse wird abmontiert...

Die Hinterachse wird abmontiert…

Hinterachse vor der Überholung und Reinigung.

Hinterachse vor der Überholung und Reinigung.

Geöffnete Radnabe der Vorderachse.

Geöffnete Radnabe der Vorderachse.

An der rechten Radnabe fehlte die Druckfeder - Ersatz fand sich in der Grabbelkiste.

An der rechten Radnabe fehlte die Druckfeder – Ersatz fand sich in der Grabbelkiste.

Radnabe: Druckfeder ist wieder am Platz - eine neue Unterlegscheibe sorgt für guten Sitz.

Radnabe: Druckfeder ist wieder am Platz – eine neue Unterlegscheibe sorgt für guten Sitz.

Defekt an der rechten vorderen Radnabe - fehlender Federdruck der Kappe.

Defekt an der rechten vorderen Radnabe – fehlender Federdruck der Kappe.

Metallteile reinige ich in der Regel mit Nitro-Verdünnung.

Metallteile reinige ich in der Regel mit Nitro-Verdünnung.

Per Hand können die Metallteile gut mit Polierwatte Nevr-Dull überarbeitet werden.

Per Hand können die Metallteile gut mit Polierwatte Nevr-Dull überarbeitet werden.

Überholt und gereinigt: Die Vorderachse mit Reifen und Felgen.

Überholt und gereinigt: Die Vorderachse mit Reifen und Felgen.

Der Bullfänger sieht nicht schön aus...

Der Bullfänger sieht nicht schön aus…

Polieren von Metallteilen...

Polieren von Metallteilen…

Bullfänger: Zerlegt in seine Einzelteile.

Bullfänger: Zerlegt in seine Einzelteile.

Bullfänger was wie neu...

Bullfänger was wie neu…

Bullfänger: Entlackt, poliert und am Chassis montiert macht er eine gute Figur.

Bullfänger: Entlackt, poliert und am Chassis montiert macht er eine gute Figur.

Neuer Glanz: Das gesamte Chassis ist gereinigt, überarbeitet und wieder montiert.

Neuer Glanz: Das gesamte Chassis ist gereinigt, überarbeitet und wieder montiert.

Die zerlegte Fahrerkabine. Die Aussenteile werden mittels Bremsflüssigkeit und Dowanol entlackt.

Die zerlegte Fahrerkabine. Die Aussenteile werden mittels Bremsflüssigkeit und Dowanol entlackt.

Bremsflüssigkeit DOT4 ist zur Lackentfernung sehr hilfreich...

Bremsflüssigkeit DOT4 ist zur Lackentfernung sehr hilfreich…

Motorschutzkappe ist nun grundiert und bekommt bald eine schwarze Lackierung.

Motorschutzkappe ist nun grundiert und bekommt bald eine schwarze Lackierung.

Update (23.4.):

Mit der Arbeit am Hilux komme ich, was die mechanischen Teile angeht, gut voran. Leider ist die Lackentfernung eine echte Geduldsprobe. Der weiße Lack löste sich bereits nach 24h zuverlässig dank Bremsflüssigkeit. Aber der blau Metallic-Lack ist da wesentlich hartnäckiger – bisher konnte ich lediglich an einer kleinen Stelle den Lack bis hinunter zum Kunststoff entfernen. Daher heißt es wohl an der Lackfront: Abwarten und Tee trinken.

In der Zwischenzeit werde ich mich den gerade eingetroffenen Stoßdämpfern widmen – es gilt die Dichtigkeit zu prüfen, ggf. neue Dichtungen einzusetzen und das Äußere ggf. etwas aufzuarbeiten (evtl. poliere ich die Dämpfer).

Die Fahrerkabine ist vor der Behandlung mit Bremmsflüssigkeit in seine Bestandteile zerlegt.

Die Fahrerkabine ist vor der Behandlung mit Bremmsflüssigkeit in seine Bestandteile zerlegt.

Mit der Zahnbüste geht der Lack gut ab...

Mit der Zahnbüste geht der Lack gut ab…

Der weiße Lack geht gut ab...

Der weiße Lack geht gut ab…

Geduldsspiel: Entlacken des Hilux-Bodys. Der weiße Lack ist gut abgegangen. Der blau Metallic-Lack ist widerspenstig.

Geduldsspiel: Entlacken des Hilux-Bodys. Der weiße Lack ist gut abgegangen. Der blau Metallic-Lack ist widerspenstig.

Gaaanz langsam geht der blaue Metallic-Lack ab...

Gaaanz langsam geht der blaue Metallic-Lack ab…

Die Elektronik-Box (Unterteil) ist gereinigt und wieder am Chassis montiert. Nun fehlt eigentlich nur noch der Deckel...

Die Elektronik-Box (Unterteil) ist gereinigt und wieder am Chassis montiert. Nun fehlt eigentlich nur noch der Deckel…

Das Hilux-Chassis macht einen guten Eindruck. Des felhen noch die Stoßdämpfer für das Fahrwerk.

Das Hilux-Chassis macht einen guten Eindruck. Des felhen noch die Stoßdämpfer für das Fahrwerk.

der Fahrtenregler ist geprüft, gereinigt und wieder an seinem Stammplatz montiert.

der Fahrtenregler ist geprüft, gereinigt und wieder an seinem Stammplatz montiert.

Die kürzlich gekauften vintage Tamiya Hilux Dämpfer.

Die kürzlich gekauften vintage Tamiya Hilux Dämpfer.

 

Update 6.5.2015:

Die Stoßdämpfer sind überprüft und mit Öl gefüllt.

Zerlegter Stoßdämpfer - diese alten Teile machen noch einen guten Eindruck.

Zerlegter Stoßdämpfer – diese alten Teile machen noch einen guten Eindruck.

Neues Dämpfer rein und schon sind die alten Stoßdämpfer einsatzbereit.

Neues Dämpfer rein und schon sind die alten Stoßdämpfer einsatzbereit.

Die Entlackung der ABS-Karosserie ist leider sehr mühsam und arbeitsaufwändig und weiterhin ein echtes Geduldsspiel…

Nur  eine einmalige Behandlung mit Bremsflüssigkeit reicht bei der Lackschicht nicht...

Nur eine einmalige Behandlung mit Bremsflüssigkeit reicht bei der Lackschicht nicht…

Die Bremsflüssigkeit weicht die dicke Lackschicht nur langsam an. Der Dreikantschaber hilft, um dem Lack beizukommen.

Die Bremsflüssigkeit weicht die dicke Lackschicht nur langsam an. Der Dreikantschaber hilft, um dem Lack beizukommen.

Wiederholung ist angesagt: Bremsflüssigkeit, warten, schaben, Bremsflüssigkeit, warten, schaben. Die mehr al 0,2mm dicke Lackschicht ist zäh.

Wiederholung ist angesagt: Bremsflüssigkeit, warten, schaben, Bremsflüssigkeit, warten, schaben. Die mehr als 0,2mm dicke Lackschicht ist zäh.

Nach intensiver Behandlung mit Bremsflüssigkeit und anschließender Dreikantschaber-Bearbeitung kommt die ABS-Karosse langsam zu Tage...

Nach intensiver Behandlung mit Bremsflüssigkeit und anschließender Dreikantschaber-Bearbeitung kommt die ABS-Karosse langsam zu Tage…

Reinemachen mit Dowanol PM - der nach der Bremsflüssigkeits-Schaber-Behandlung noch vorhandene Lack geht damit recht gut ab.

Reinemachen mit Dowanol PM: der nach der Bremsflüssigkeits-Schaber-Behandlung noch vorhandene Lack geht mit Dowanol  recht gut ab.

Entlackungsecke: Die Werkbank hat trotz Kartonunterlagen leider reichlich abbekommen...

Entlackungsecke: Die Werkbank hat trotz Kartonunterlagen leider reichlich abbekommen…

 

Soweit für heute.

 

Horrido und stay tuned…

 

Tamiya Hilux 4×4: Spontanes Restaurierungsprojekt eines RC Car Klassikers

Der Karosserie werde ich mit Dowanol PM zu Leibe rücken, um anschließend eine neu Farbschicht aufzubringen...

Der Tamiya Hilux…

Erste Begutachtung noch am Abend...

eine erste Begutachtung noch am Abend…

Am Wochenende ist mein Sohnemann unverhofft in den Besitz eines RC Car Klassiker gekommen, als ihm dieses Fahrzeug kurzerhand geschenkt wurde: Der Tamiya Hilux 4×4 aus den 1980iger.

Aus dem Grund habe ich mein Dragster-Projekt etwas zurückgestellt…;-)

 

Das Großartige an dem RC Car ist der überaus gute Basiszustand: Es ist fast komplett und tatsächlich unverbastelt. Optisch ist die Lackierung nicht wirklich so, wie man sie sich wünscht, aber dem kann gut entgegengewirkt werden. Dazu habe ich bereits das so hochgelobte Lackentfernungsmittel Dowanol PM bestellt, um dem Lack beizukommen (Das Mittelchen soll besser Lack entfernen und dabei schonender zum Kunststoff sein, als dies z.B. beim Einsatz von Bremsflüssigkeit der Fall ist), anschließend möchte ich das Fahrzeug in rot lackieren und mit den entsprechenden Decals versehen (die Kleebergen gibt es als Repro-Satz bei ebay). Mechanisch ist am Car (fast)alles vorhanden und auf den ersten Blick sind keine Defekte erkennbar. Leider fehlt jedoch der durchsichtige Kunststoff-Deckel für die Servo- und Akkubox, an der sowohl die hintere als auch die vordere Karosserie befestigt werden. Um den Toyota Hilux Body in Position zu bringen, werde ich nach einem erschwinglichen Ersatzteil Ausschau halten – bisher habe ich nur Angebote zu Mondpreisen entdeckt. Bis dahin wird ein noch fertig zu konstruierendes Halterungsteil, bis Ersatz gefunden ist, die Aufgabe übernehmen.

Leider ist der Hilux, bedingt durch die Blattfederung, doch recht unruhig im Fahrverhalten. Die optional nachrüstbaren Stoßdämpfer sind am Modell seinerzeit nicht montiert worden. Bei ebay habe ich aber passende Tamiya-Öl-Dämpfer zu einem noch erschwinglichen Preis erstanden – hoffentlich werden die Dämpfer  das Fahrverhalten etwas sanftmütiger gestalten…

An den vergangenen Abenden habe ich bereits begonnen am Fahrzeug zu arbeiten. Zunächst habe ich es in die großen Baugruppen zerlegt, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen. Die verbogene Stoßstange am Heck wurde in dem Zuge gleich entlackt und wieder gerichtet….

Gut zu erkennen: Der Elektromotor ist statt mit einer Gummihülle durch eine grün bedruckte Blechkappe geschützt. Dieses improvisierte Schutzkleid passt aber sehr gut und wird daher zunächst beibehalten - bekommt aber noch eine schwarze Lackierung.

Gut zu erkennen: Der Elektromotor ist statt mit einer Gummihülle durch eine grün bedruckte Blechkappe geschützt. Dieses improvisierte Schutzkleid passt aber sehr gut und wird daher zunächst beibehalten – bekommt aber noch eine schwarze Lackierung.

Unterboden: Auch von der Unterseite macht das Modell einen guten Gesamteindruck.

Unterboden: Auch von der Unterseite macht das Modell einen guten Gesamteindruck.

Rückseite des Cars.

Rückseite des Cars.

Die Box für Servos, Empfänger und Akku: Leider fehlt der Deckel...

Die Box für Servos, Empfänger und Akku: Leider fehlt der Deckel…

Der geöffnete mechanische Fährtenregler - die Bauteile und auch die Platine machen einen guten Eindruck.

Der geöffnete mechanische Fährtenregler – die Bauteile und auch die Platine machen einen guten Eindruck.

Das Getriebe ist nur mit einer Schraube, statt mit zweien, am Rahmen befestigt. Als Ersatz wurde ein Draht verwendet.

Das Getriebe ist nur mit einer Schraube, statt mit zweien, am Rahmen befestigt. Als Ersatz wurde ein Draht verwendet.

Die Karosserie wurde seinerzeit mit reichlich Lack beschichtet.

Die Karosserie wurde seinerzeit mit reichlich Lack beschichtet.

Die vordere Karosserie von der Innenseite.

Die vordere Karosserie von der Innenseite.

Eine Befestigungsstelle der Kabinenrückwand ist abgerissen...

Eine Befestigungsstelle der Kabinenrückwand ist abgerissen…

Verbogene Stoßstange am Heck des Toyota.

Verbogene Stoßstange am Heck des Toyota.

Gerichtet und entlackt - die hintere Stoßstange.

Gerichtet und entlackt – die hintere Stoßstange. Den Stoßfänger vorne werde ich ebenfalls entlocken, damit dieser dann wieder wie im Original seinen Metall-Look bekommt.

Passende Futaba-Servos habe ich noch...

Passende Futaba-Servos habe ich noch…

Anprobe: Die noch vorhandenen Servos passen ins Car.

Anprobe: Die noch vorhandenen Servos passen ins Car.

Mit der Konstruktion des o.g. Kunststoff-Deckels habe ich ebenfalls begonnen. Ich vermute aber, dass ich dieses Bauteil in der Ursprungsform nicht drucken kann, da mein 3D-Drucker leider nicht über eine ausreichend große Druckfläche verfügt. Daher werde ich das Teil entweder in zwei Teile aufteilen müssen oder mir eine Alternative überlegen.

Der Box-Deckel entsteht als 3D-Modell mittels CAD. Als Vorlage dienen im Internet gefundene Fotos.

Der Box-Deckel entsteht als 3D-Modell mittels CAD. Als Vorlage dienen im Internet gefundene Fotos.

Zwischenstand: Vorläufiges CAD-Modell des fehlenden Kunststoffdeckels.

Zwischenstand: Vorläufiges CAD-Modell des fehlenden Kunststoffdeckels.

Das Fahrgestellt ist grob von Schmutz, Schmierfilm und Staub mittels Lösungsmittel befreit. Um alle Teile aber ordentlich reinigen zu können, werde ich um eine komplette Demontage nicht herumkommen. Da einige Metallteile schon tiefere Verunreinigungen aufweisen, werde ich das eine oder andere Teil mit dem Sandstrahl bearbeiten müssen.

Soweit für heute…

Horrido und stay tuned…