Prusa-Upgrade, Teil 3: Fertig (fast)!

Octoprint liefert seine Videobilder per Wlan aufs Tablet - so habe ich auch aus der Distanz die Kontrolle.

Octoprint liefert seine Videobilder per Wlan aufs Tablet – so habe ich auch aus der Distanz die Kontrolle.

Für alle Neu-Einsteiger in diesen Post: Hier geht es zum 1. und 2. Teil des Upgrade-Berichts.

Es ist vollbracht: Das Prusa- Upgrade ist fertig, zumindest fast. Lediglich das E3Dv6-Hotend muss ich noch verbauen, doch da mein derzeitiges Hottend tatsächlich so gut funktioniert, werde ich das E3D zu einem späteren Zeitpunkt einbauen. In dem Zuge werde ich meine gerade bestellte Dauerdruckplatte (mit Pei-Beschichtung) ebenfalls montieren, da ich vorhabe, nicht mehr mit Haarspray auf der Glasplatte zu arbeiten.

 

Was habe ich in den letzten Tagen noch gemacht?

  • Mein defektes Arduino (Sainsmart) Mega 2560 getauscht und alles Endstops und deren korrekte Verdrahtung geprüft. In dem Rahmen habe ich festgestellt, dass ich den Z-Endstop falsch verkabelt hatte (VCC lag auf dem Signalen) was offensichtlich den Arduino in die ewigen Jagdgründe schickte. Nun sind bei keinem Endstop mehr der VCC-PIN angeschlossen – der wird auch nicht wirklich benötigt, denn letztlich ist der Spannungsanschluss nur für die auf den Endstops verbaute LED zuständig. Ob die nun leuchtet oder nicht ist für die Funktion des mechanischen Endstops völlig unerheblich.
  • Octoprint: Rapsberry Pi-Cam installiert, eine entsprechendes Gehäuse gedruckt und eine Halterung für die Cam am Teko-Gehäsue entworfen und ebenfalls gedruckt
  • Ein PLA-Probedruck – dazu habe ich gleich ein Teil meines neues Projekt (Bau eines Funktionschnittmodells einer Flugzeugturbine – dazu werde ich bald mal was schreiben) gedruckt. Leider hatte ich ein Filament-Stau – den ich aber glücklicherweise beheben konnte
  • Messungen der Innentemperatur des Druckers und des Schallpegels, Ergebnis: Der Innenraum ist deutlich wärmer als die Umgebungstemeperatur (Raumtemp. von 17,5°C vs. 23°C im Inneren des Druckergehäuses), dieser Umstand kommt hoffentlich dem zukünftigen Drucken zu Gute.
    Der Schallpegel hat sich um ca. 10 dB verringert – d.h. die gefühlte Lautstärke hat sich ca. halbiert! So macht Arbeiten in der Bastelkammer dann schon wieder mehr Freude.

Hier mal einige Bilder dazu:

Noch ist das LCD-Display hinter dem Gehäuse zu finden, da das Flachbandkabel zu kurz ist. Das wird noch zügig durch neues Kabel behoben.

Noch ist das LCD-Display hinter dem Gehäuse zu finden, da das Flachbandkabel zu kurz ist. Das wird noch zügig durch neues Kabel behoben.

Eigenkonstruktion: Die Halterung, um die PiCam-Halterung am Teko-Gehäuse zu befestigen ist extra dafür entworfen worden.

Eigenkonstruktion: Die Halterung, um die PiCam-Halterung am Teko-Gehäuse zu befestigen ist extra dafür entworfen worden.

RPi (mit Octoprint und Cam) an Ort und Stelle im Druckergehäuse...

RPi (mit Octoprint und Cam) an Ort und Stelle im Druckergehäuse…

Installiert: RPi mit Cam und Wlan sind im Gehäuse befestigt. Die Kamera ist auf das Druckbett ausgerichtet.

Installiert: RPi mit Cam und Wlan sind im Gehäuse befestigt. Die Kamera ist auf das Druckbett ausgerichtet.

Leider war beim ersten Druck das Filament zu stramm eingespannt - das führte zum Jam...

Leider war beim ersten Druck das Filament zu stramm eingespannt – das führte zum Jam…

Der erste Druck im neuen Heim...

Der erste Druck im neuen Heim…

2. Messung des Schallpegels beim Druck - im Vergleich ist der Pegel um 10 dB geringer. D.h. die wahrgenommen Lautstärke hat sich halbiert.

2. Messung des Schallpegels beim Druckvorgang (diesmal ist der Prusa im geschlossenen Gehäuse untergebracht) – im Vergleich ist der Pegel um 10 dB geringer. D.h. die wahrgenommen Lautstärke hat sich halbiert.

Aus einem Meter Abstand macht der Drucker schon Lärm...

1. Messung: Aus einem Meter Abstand macht der Drucker schon wirklich Lärm, so ohne schützendes Gehäuse…

Soweit für heute

 

Horrido und stay tuned.

 

 

Werbeanzeigen

Prusa-Upgrade, Teil 2: Die Ausstattung nimmt Form an.

Das Upgrade-Projekt geht langsam weiter – dies ist der 2. Teil. Zum 1. Teil gehts hier.

Mittlerweile habe ich passende Halterungen für das PC-Netzteil und die Ramps/Arduino-Kombination gedruckt und angebracht. Zwischendurch habe ich mich noch mit der Struktur-Festigkeit der Netzteil-Halterung auseinandergesetzt – in diesem Posting gibts mehr zu dem Thema. Die Halterungen sind in PLA (0.2mm Layerhöhe, 30% Infill) gedruckt.

Die Halterung für das PC-Netzteil entsteht...

Die Halterung für das PC-Netzteil entsteht…

Hier Halterungen sind gedruckt: Ramps/Adruino-Halterung (links) und die drei Teile für die PC-Netzteil-Halterung.

Hier Halterungen sind gedruckt: Ramps/Adruino-Halterung (links) und die drei Teile für die PC-Netzteil-Halterung.

Probemontage der gedruckten PC-Netzteil-Halterung.

Probemontage der gedruckten PC-Netzteil-Halterung.

Angebracht: Die Halterungen sind an der Rückseite des Gehäuses angebracht.

Angebracht: Die Halterungen sind an der Rückseite des Gehäuses angebracht.

Um später auch ausreichend Licht innerhalb des Gehäuses zu haben, ist nun im Inneren (an den oberen Kanten) ein LED-Streifen einmal herum verklebt:

Für ausreichend Licht sorgt ein LED-Streifen, der an der Oberkante des Gehäuses befestigt wird.

Für ausreichend Licht sorgt ein LED-Streifen, der an der Oberkante des Gehäuses befestigt wird.

Somit ist für die angedachte USB-Kamera, die mittels Octopi gesteuert wird, für gute Beleuchtung gesorgt.

Apropos Octopi – für den Raspberry Pi B+ habe ich ein zweiteiliges Gehäuse aus PLA (0.2mm Layerhöhe, 30% Infill) gedruckt und den Pi darin untergebracht. Das Gehäuse habe ich bei thingiverse gefunden:

Die gedruckten Gehäuseschalen passen gut zusammen.

Die gedruckten Gehäuseschalen passen gut zusammen.

Der Raspberry Pi B+ passt ohne Nacharbeit in das Gehäuse.

Der Raspberry Pi B+ passt ohne Nacharbeit in das Gehäuse.

Draufsicht.

Draufsicht.

Raspberry Pi B+ in gedrucktem Gehäuse. Statt die beiden Schalenhälften zu verschrauben habe ich Iso-Tape zur Befestigung genutzt, denn die Schalen halten durch die enge Passung gut zusammen.

Raspberry Pi B+ in gedrucktem Gehäuse. Statt die beiden Schalenhälften zu verschrauben habe ich Iso-Tape zur Befestigung genutzt, denn die Schalen halten durch die enge Passung gut zusammen.

An dem Gehäuse ist vorteilhaft, dass die GPIO-Pins frei zugänglich sind. Denn ich habe vor, noch einen Temperatur/Feuchtigkeitssensor DHT-22 anzuschließen, um Messungen innerhalb des Gehäuses vorzunehmen und mit dem Raspberry Pi zu loggen.

Update 9.3.2015:

Leider hat das Setup mit der USB-Kamera am Pi (Octopi) nicht funktioniert. Daher habe ich mich entschlossen stattdessen mein alten Pi B mit einem Teko-Gehäsue zu nutzen. Als zuverlässige Kamera nutze ich eine frisch eingetroffene Raspberry Pi-Cam. Aus dem Grund musste ich in das Teko-Gehäuse ein Langloch fräsen, um das Flachbandkabel der Kamera vom Pi zur Kamera hindurch führen zu können. Ferner habe ich eine passende Halterung entworfen und gedruckt, um den Pi im Drucker-Gehäsue montieren zu können.

CAD-Modell der konstruierten RPi-Teko-Gehäuse-Halterung.

CAD-Modell der konstruierten RPi-Teko-Gehäuse-Halterung.

Die selbstkonstruierte und gedruckte RPi-Teko-Halterung (schwarz) ist gut zu erkennen. Das Teko-Geäuse wird einfach nur auf die Halterung geschoben.

Die selbstkonstruierte und gedruckte RPi-Teko-Halterung (schwarz) ist gut zu erkennen. Das Teko-Geäuse wird einfach nur auf die Halterung geschoben.

Gedruckte Halterung - passend für das Teko-RPi B-Gehäuse.

Gedruckte Halterung – passend für das Teko-RPi B-Gehäuse.

Für den Octoprint (Octopi) habe ich nun ein Raspberry Pi-Cam, da die China USB-Webcam leider zu unzuverlässig war.

Für den Octoprint (Octopi) habe ich nun ein Raspberry Pi-Cam, da die China USB-Webcam leider zu unzuverlässig war.

Um die Dpi-Cam anschließen zu können, musste ich ein Druchgangslangloch für das Flachbandkabel in der Gehäuse fräsen.

Um die Dpi-Cam anschließen zu können, musste ich ein Druchgangslangloch für das Flachbandkabel in der Gehäuse fräsen.

RPi-Cam ist montiert. Nun fehlt noch ein passendes Gehäuse für die Cam.

RPi-Cam ist montiert. Nun fehlt noch ein passendes Gehäuse für die Cam.

Beim Einbau des Druckers in das Gehäuse habe ich am Wochenende auch einige Fortschritte gemacht. Nach der Demontage der Elektronik kam der Drucker an seinen neuen Platz und wurde mittels drei gedruckter Halterungen auf die Bodenplatte montiert.

Die Kabel wurde entwirrt und die Elektronik und das Netzteil an der Rückwand befestigt und verkabelt. Einige Leitungen musste ich etwas verlängern.

Vor der Demontage: Die Steuerung am Prusa i3.

Vor der Demontage: Die Steuerung am Prusa i3.

Entwirrt - die Verkabelung der Schrittmotoren, Endstops, Heizbett und Hottend sind entwirrt. Glücklicherweise sind fast alle Kabel lang genug, um die Prusa Steuerung später an der Aussenseite des Gehäuses anbringen zu können. Nur wenige Kabelstränge müssen verlängert werden.

Entwirrt – die Verkabelung der Schrittmotoren, Endstops, Heizbett und Hottend sind entwirrt. Glücklicherweise sind fast alle Kabel lang genug, um die Prusa Steuerung später an der Aussenseite des Gehäuses anbringen zu können. Nur wenige Kabelstränge müssen verlängert werden.

Montage der Elektronik an die Rückwand.

Montage der Elektronik an die Rückwand.

Elektronik und Netzteil sind an der Rückwand montiert.

Elektronik und Netzteil sind an der Rückwand montiert.

Beleuchtung ist aus - gut zu verstehen, dass ein Lichtquelle im Inneren nötig ist...

Beleuchtung ist aus – gut zu verstehen, dass ein Lichtquelle im Inneren nötig ist…

Prusa i3 ist im Gehäuse am Boden fest verschraubt. Hier ist die Beleuchtung probehalber eingeschaltet.

Prusa i3 ist im Gehäuse am Boden fest verschraubt. Hier ist die Beleuchtung probehalber eingeschaltet.

Leider habe ich einen Fehler bei der Verkabelung der dreipoligen Endstopp-Verkabelung gemacht. Beim Z-Endstop-Schalter habe ich versehentlich VCC auf den Signal-Kanal gepolt. Dadurch ist offensichtlich mein Arduino Mega 2560 abgeraucht – nach Anfahrt des Endstops viel die gesamte Steuerung aus… nun muss ich wohl in ein neues Board investieren – ein vermeidbarer Fehler, der mir gezeigt hat, dass man lieber nicht bis in die späte Nacht hinein basteln sollten, denn irgendwann ist die Konzentration einfach weg.

 

Soweit für heute.

Horrido und stay tuned.