Yamaha TY50 Restaurierung: Fertig

An diesem Wochenende war es nach gut vier Monaten Restaurierung soweit – die Maschine kam aus der Bastelkammer wieder an das Tageslicht.

Bei gutem Sonnenschein macht die 50er-Trial einen tollen Eindruck…

TY50M-restauriert_links

TY50M-restauriert_rechts

Nach drei kurzen Kicks auf den Starterhebel fing der Motor sofort an zu schnurren – da habe ich gleich ein kleines Filmchen machen müssen:

 

Derzeit läuft der Motor mit einem 1:20-Gemisch, da ich der Autolube-Pumpe noch nicht so recht traue. Bei Gelegenheit werde ich aber auch dieses Bauteil prüfen und einstellen. Solange fahre ich mit der 1:20-Mischung. Die Zuleitung der Autolube-Pumpe zum Ansaugkanal ist bis dahin erst einmal abgeklemmt.

Eine erste Runde mit der Trial hat gezeigt, dass offensichtlich am Teikei-Vergaser (Typ TK y14P) etwas undicht ist. Entweder ist die Dichtung am Choke oder die des Vergaserdeckels undicht. Das werde ich mir nun einmal näher ansehen und die Dichtungen erneuern. Zudem müssen die Vorder- und Hinterradbremsen  noch strammer eingestellt werden.

 

Etwas Arbeit ist noch zu tun – aber die kleine Yamaha läuft, fährt sich gut und sieht dabei toll aus – ein Traum..;-)

Soweit von draußen vor der Bastelkammer…

 

Hirohito und stay tuned.

 

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Yamaha TY50 Restaurierung : Elektrik – immer eine Herausforderung

Es hätte so schön sein können – meint man eigentlich. Doch der Kabelbaum der Maschine hatte schon so einige Modifikationen hinter sich. Zudem waren einige Schalter, Kontakte nicht mehr ganz so frisch.

Nach der ersten Verkabelung nach Schaltplan war zunächst keinerlei Reaktion bei Scheinwerfer oder Kontroll-Lampen festzustellen.

Also machte ich mich bei einer schrittweisen Komponentenprüfung und Leitungsmessung an die Fehlersuche, die nach letztlich drei langen Abenden erfolgreich war.

Lediglich der Leerlaufschalter ist scheinbar hinüber. Diesen werde ich bei Gelegenheit erneuern.

Hier mal einige Impressionen der Elektrik-Arbeiten:

Farbe zu Farbe... Die einzelnen Kabelstränge müssen richtig gesteckt werden.

Farbe zu Farbe… Die einzelnen Kabelstränge müssen richtig gesteckt werden.

Neue Kabelschuhe müssen am Kabelbaum ergänzt oder ersetzt werden.

Neue Kabelschuhe müssen am Kabelbaum ergänzt oder ersetzt werden.

Die neue Batterie muss fertiggeladen werden.

Die neue Batterie muss fertiggeladen werden.

Frischer Saft: Die neue 6V-Batterie ist an ihrem Platz.

Frischer Saft: Die neue 6V-Batterie ist an ihrem Platz.

Prüfen der Verkabelung ist nur konzentriert und Schritt-für-Schritt möglich...

Prüfen der Verkabelung ist nur konzentriert und Schritt-für-Schritt möglich…

Nach Fehlkauf habe ich jetzt endlich die passende Lampe: Typ P26S (6V/15W)

Nach Fehlkauf habe ich jetzt endlich die passende Lampe: Typ P26S (6V/15W)

Die Glühlampe Typ P26S passt in den Scheinwerferspiegel...

Die Glühlampe Typ P26S passt in den Scheinwerferspiegel…

Im Scheinwerfer laufen alle Kabel zusammen...

Im Scheinwerfer laufen alle Kabel zusammen…

Alles verstaut: Der Scheinwerfer ist montiert.

Alles verstaut: Der Scheinwerfer ist montiert.

Nun wird die Maschine mal probehalber angeworfen… ich bin gespannt.

Horrido und stay tuned

 

Yamaha TY50 Restaurierung: Montage der 50iger-Trial

Die Montage Maschine ging sehr gut von der Hand. Lediglich einige Schrauben mussten gegen neue Exemplare getauscht werden.

In kleinen Arbeitsschritten arbeitete ich mich bei der Montage bis zur Fertigstellung vor.

Hier mal einige Bilder…

Kugel für Kugel wird in die vorgefettete Lageschale gelegt. Der Kabelbinder hilft vor dem Verrutschen.

Kugel für Kugel wird in die vorgefettete Lageschale gelegt. Der Kabelbinder hilft vor dem Verrutschen.

Kugel für Kugel wird in die vorgefettete Lageschale gelegt. Der Kabelbinder hilft vor dem Verrutschen.

Kugel für Kugel wird in die vorgefettete Lagerschale gelegt. Der Kabelbinder hilft vor dem Verrutschen.

Gabelbrücke ist wieder im Rahmen.

Gabelbrücke ist wieder im Rahmen.

Die Gabel ist montiert.

Die Gabel ist montiert.

Ein neues Lenkradschloss ist auch wieder im Rahmen.

Ein neues Lenkradschloss ist auch wieder im Rahmen.

Hinterrad ist da wo es hingehört.

Hinterrad ist da wo es hingehört.

Die Räder sind dran.

Die Räder sind dran.

Das hintere Schutzblech ist auch dran.

Das hintere Schutzblech ist auch dran.

Tank und Sitzbank fehlen noch.

Tank und Sitzbank fehlen noch.

Auspuff und Hitzeschutzblech sind dran.

Auspuff und Hitzeschutzblech sind dran.

Probemontage von Tank und (unfertiger) Sitzbank.

Probemontage von Tank und (unfertiger) Sitzbank.

Horrido und stay tuned…

 

Yamaha TY50 Restaurierung: Motoraufbereitung

Da der Motor gut lief, als ich die Maschine bekommen habe, und ansonsten keine Undichtigkeiten oder Leistungseinbußen bei der Testfahrt festzustellen waren, habe ich mich auf eine äußerliche Aufarbeitung beschränkt. D.h. generelle Reinigung, Kühlrippen reinigen und polieren, Motorseitenteile eine neue Farbschicht gönnen. Natürlich frisches Getriebeöl und eine neue Zündkerze.

 

Hier die bildliche Darstellung der Arbeiten:

Der Motor wird teildemontiert.

Der Motor wird teildemontiert.

Sand mehrere Jahrzehnt war wir festgebacken...

Sand mehrerer Jahrzehnte war wie festgebacken…

Wie bei soviel Sand die Kupplung überhaupt noch funktionieren konnte ist mir ein Rätsel...

Wie bei soviel Sand die Kupplung überhaupt noch funktionieren konnte ist mir ein Rätsel…

Ne Schippe voll Sand hielt der Motor bereit.

Ne Schippe voll Sand hielt der Motor bereit.

Das alte Getriebeöl muss raus.

Das alte Getriebeöl muss raus.

 

Die Seitenteile werden nach der Demontage erstmal gründlich gereinigt.

Die Seitenteile werden nach der Demontage erstmal gründlich gereinigt.

Die Kreutschrauben des rechten Seitendeckels musste ich mittels Schlagschrauber lösen.

Die Kreutzschrauben des rechten Seitendeckels musste ich mittels Schlagschrauber lösen.

Der Lack ist arg mitgenommen und wird erneuert.

Der Lack ist arg mitgenommen und wird erneuert.

Linke Seitenteile sind vom alten Lack befreit.

Linke Seitenteile sind vom alten Lack befreit.

Das geschliffen rechte Motorgehäuse.

Das geschliffen rechte Motorgehäuse.

grundiert...

grundiert…

Die lackierten Seitenteile warten auf ihre Montage.

Die lackierten Seitenteile warten auf ihre Montage.

Auf der rechten Seite kommt eine neue Dichtung zwischen Seitenteil und Motorgehäuse.

Auf der rechten Seite kommt eine neue Dichtung zwischen Seitenteil und Motorgehäuse.

Montiert: Die rechten Seitenteile...

Montiert: Die rechten Seitenteile…

Nach der Montage bekommt das Getriebe frisches Öl.

Nach der Montage bekommt das Getriebe frisches Öl.

Horrido und stay tuned..

Yamaha TY50 Restaurierung: Reparatur der Doppelsitzbank

Sie sind rar, sind nicht besonders verbreitet, einige finden sie hässlich – die Rede ist von der Doppelsitzbank, die eigentlich fast ausschließlich bei den nach Deutschland eingeführten TY50M montiert war.

Die Sitzbank meiner Maschine war sehr strapaziert: Das Blech durchrostet und gebrochen, Bezug völlig hinüber. Einzig das Polster war noch in einem akzeptablen Zustand.

Also musste ich der Baugruppe etwas mehr Zeit widmen, denn es musste geschweißt, gespachtelt, lackiert und bezogen werden.

Hier mal der Arbeitsablauf in Bildern:

Nach dem Sandstrahlen zeigen sich die Schäden am Sitzbackblech: Durchforstung und Blechbrüche...

Nach dem Sandstrahlen zeigen sich die Schäden am Sitzbackblech: Durchforstung und Blechbrüche…

Das gebrochene und durchgerostete Sitzbankblech ist geschweißt.

Das gebrochene und durchgerostete Sitzbankblech ist geschweißt.

Von beiden Seite ist das gebrochene Sitzbankblech geschweißt.

Von beiden Seite ist das gebrochene Sitzbankblech geschweißt.

Die Druchrostungslöcher und rostbedingten Unebenheit sind mit Faserspachtel behandelt.

Die Druchrostungslöcher und rostbedingten Unebenheit sind mit Faserspachtel behandelt.

Faserspachtel wird glattgeschliffen.

Faserspachtel wird glattgeschliffen.

Das Sitzbackblech muss nach der Reparatur noch einem grundiert werden.

Das Sitzbackblech muss nach der Reparatur noch einem grundiert werden.

Das Sitzbackblech ist lackiert. An einigen stellen zeigen sich noch Rostnaben - aber diese sind später nicht mehr zu sehen, da dort das Sitzbankpolster aufliegen wird.

Das Sitzbackblech ist lackiert. An einigen stellen zeigen sich noch Rostnaben – aber diese sind später nicht mehr zu sehen, da dort das Sitzbankpolster aufliegen wird.

Die Unterseite des lackierten Sitzbackblechs.

Die Unterseite des lackierten Sitzbackblechs.

Beziehen der Sitzbank. Es ist nicht viel Werkzeug nötig.

Beziehen der Sitzbank. Es ist nicht viel Werkzeug nötig.

Der Bezug wir in die im Sitzbackblech eingebrachten Haken eingeklemmt.

Der Bezug wir in die im Sitzbackblech eingebrachten Haken eingeklemmt.

Wo keine Haken mehr vorhanden sind (weil weggerostet) wird mit Sprühkleber der Sitzbezug befestigt.

Wo keine Haken mehr vorhanden sind (weil weggerostet) wird mit Sprühkleber der Sitzbezug befestigt.

Umfunktionert: Ein großer Nagel wird zum Scharnierbolzen.

Umfunktionert: Ein großer Nagel wird zum Scharnierbolzen.

Der Scharnierbolzen bekommt mittels Fräse eine Querbohrung.

Der Scharnierbolzen bekommt mittels Fräse eine Querbohrung.

Sitzbank-Scharnier: Achse besteht aus einem Nagel, der eine Querbohrung bekommen hat, durch die ein Sicherungsdraht für den zuverlässigen Halt sorgt.

Sitzbank-Scharnierbolzen: Achse besteht aus einem Nagel, der eine Querbohrung bekommen hat, durch die ein Sicherungsdraht für den zuverlässigen Halt sorgt.

Fertig bezogen: Der Replica-Sitzbankbezug ist aufgezogen.

Fertig bezogen: Der Replica-Sitzbankbezug ist aufgezogen.

Bezogenen Sitzbank auf der Yamaha TY50 montiert.

Bezogenen Sitzbank auf der Yamaha TY50 montiert.

Horrido und stay tuned.

Yamaha TY50 Restaurierung: Tankversiegelung

Nachdem ich den Treibstoff-Tank von außen fertiggestellt hatte, ging es an die Aufarbeitung des Inneren. Denn ich hatte bei der Demontage seinerzeit festgestellt, dass sich im Benzinhahn Rostreste angesammelt hatten. Um dem lästigen Oxid an den Kragen zu gehen, entschied ich mich für eine Behandlung mit KREEM Rot.

Also wusch ich den Tank mit einer speziellen heißen Reinigungsflüssigkeit, anschließen mit einer heißen Entrostungslösung. Nach Spülung und Trocknung kam die 2k-Kunststoffversiegelung in den Tank. Der Tank wurde sodann über eine Zeitraum von ca. 3h immer wieder geschwenkt, die überschüssige Flüssigkeit dann abgelassen. Nach acht Tagen war die Versiegelung gebrauchsfertig ausgehärtet.

Hier mal einige Bilder der Prozedur:

Die Kreme-Tankversiegelung besteht aus Reinigungspulver, Entrostungspulver und 2-K-Versiegelungsharz (v.l.n.r.).

Die Kreme-Tankversiegelung besteht aus Reinigungspulver, Entrostungspulver und 2-K-Versiegelungsharz (v.l.n.r.).

Abwiegen der nötigen Menge an Reinigungssalz, um die Lösung anzumischen.

Abwiegen der nötigen Menge an Reinigungssalz, um die Lösung anzumischen.

Kochen des Wassers für Reinigungslösung und Entrostungslösung.

Kochen des Wassers für Reinigungslösung und Entrostungslösung.

Links die angemischte Reinigungslösung, rechts die angezischte Entrostungsflüssigkeit.

Links die angemischte Reinigungslösung, rechts die angezischte Entrostungsflüssigkeit.

Der frisch lackierte Tank muss unbedingt mit Folie vor der Reinigung- und Rostlösung sowie dem Harz geschützt werden. Eine zugeschnitten Plastiktüte funktioniert gut.

Der frisch lackierte Tank muss unbedingt mit Folie vor der Reinigung- und Rostlösung sowie dem Harz geschützt werden. Eine zugeschnitten Plastiktüte funktioniert gut.

Zum Reinigen und Versiegeln muss der Benzinhahnanschluss mit einem zugeschnittenen Korken verschlossen werden.

Zum Reinigen und Versiegeln muss der Benzinhahnanschluss mit einem zugeschnittenen Korken verschlossen werden.

Zum Schutz des originalen Tankdeckels wird eine Folie dazwischen gelegt.

Zum Schutz des originalen Tankdeckels wird eine Folie dazwischen gelegt.

Anrühren der 2k-Harzversiegelung.

Anrühren der 2k-Harzversiegelung.

Die 2-K-Masse benötigt 8 Tage zum endgültigen Durchtrocknen. Hier ist noch gut zu erkennen, dass der Harz frisch eingegossen wurde.

Die 2-K-Masse benötigt 8 Tage zum endgültigen Durchtrocknen. Hier ist noch gut zu erkennen, dass der Harz frisch eingegossen wurde.

 

Horrido und stay tuned

Yamaha TY50 Restaurierung: Das neue Farbkleid

Wie schon geschrieben, sollte die Yamaha TY50 wieder in den Orginalfarben clean white (w36)und silver (SL/35) erstrahlen. Den Rahmen, Rahmenteile und die Gabelteile lackierte ein Profi gleich nach dem Sandstrahlen in silver. Die übrigen Teile lackierte ich in der Bastelkammer mittels Spraymax-Sprühdosen (2k-Grundierung, 2k-Klarlack, Basislack schwarz) und extra angemischter Yamaha-Farben in 400ml-Dosen von R.H.-Lacke.

Der Lackaufbau ist bei allen Teilen identisch: 2-3 Schichten Grundierung, 2 Schichten Basis-Lack und 2 Schichten Klarlack. Abweichend davon sind die mit Aufklebern versehenen Teile (Tank, Öl-Tank und Hitzeschutzblech) mit zusätzlichen vier Klarlack-Schichten überzogen, damit die Aufkleber quasi unter den Klarlackschichten nicht mehr fühlbar sind.

Auch hier mal wieder ein Blick in die Bastelkammer…

Die Teile warten auf ihre Grundierung.

Die Teile warten auf ihre Grundierung.

Einige Teile nach der Grundierung mit 2k-Spraymax Grundierung.

Einige Teile nach der Grundierung mit 2k-Spraymax Grundierung.

Die Kunststoffschutzbleche erstrahlen in Yamaha clean white.

Die Kunststoffschutzbleche erstrahlen in Yamaha clean white.

Hitzeschutzschild und Öl-Tank sind grundiert und trocknen.

Hitzeschutzschild und Öl-Tank sind grundiert und trocknen.

Das blanke Luftfiltergehäuse.

Das blanke Luftfiltergehäuse.

Luftfiltergehäuse grundiert.

Luftfiltergehäuse grundiert.

In schwarzer Farbe lackiertes Luftfiltergehäuse.

In schwarzer Farbe lackiertes Luftfiltergehäuse.

Der Kickstarterhebel ist mit Vertan behandelt, dabei färbt sich das Metall schwarz.

Der Kickstarterhebel ist mit Fertan behandelt, dabei färbt sich das Metall schwarz.

Linker Motorgehäusedeckel vor der Aufarbeitung.

Linker Motorgehäusedeckel vor der Aufarbeitung.

Der rechte Motorgehäusedeckel ist grundiert.

Der rechte Motorgehäusedeckel ist grundiert.

Alle lackierten Teile zusammen. Tank, Öl-Tank und Hitzeschutzschild bekommen noch ihre Aufkleber...

Alle lackierten Teile zusammen. Tank, Öl-Tank und Hitzeschutzschild bekommen noch ihre Aufkleber…

 

Horrido und stay tuned.